1202 Gründung durch Leopold VI., Herzog von Österreich und der Steiermark; 1206 Besiedlung mit Mönchen aus dem Zisterzienserkloster Heiligenkreuz. − Zur Geschichte des Stiftes vgl. P. Tobner, Das Cistercienser-Stift Lilienfeld in Nieder-Oesterreich. Biographische Darstellung des Wirkens der Cistercienser in dieser Babenbergerstiftung vom Jahre 1202 bis 1891, Wien 1891 sowie E. Müller, Geschichtlicher Abriß des Stiftes Lilienfeld seit 1700, Lilienfeld 1979.

Homepage des Stiftes
Stift Lilienfeld in Wikipedia
Artikel "Lilienfeld" im Lexikon des Niederösterreichischen Landesmuseums
Artikel "Lilienfeld" im Handbuch der historischen Buchbestände in Österreich, Bd. 3

Von den rund 220 mittelalterlichen Manuskripten stammen 49 aus dem 1825 aufgehobenen Benediktinerklosters Kleinmariazell. (Vgl. O. Eigner, Geschichte des aufgehobenen Benedictinerstiftes Mariazell in Österreich. Mit Benützung des Ignaz Franz Keiblinger'schen Nachlasses, Wien 1900.)

Auswahlbibliographie:

Erschließung der Handschriften:
Im Zuge eines insgesamt mehrwöchigen Aufenthalts im Stift Lilienfeld in den Jahren 1993/1997 wurden von Alois Haidinger und Franz Lackner (Mitarbeiter bzw. Mitabeiter i. R. der Akademie der Wissenschaften) die Manuskripte und Fragmente des Stiftes eingesehen, Addenda und Corrigenda zu den Beschreibungen des Katalogs von Schimek notiert und eine Reihe von Schwarz-weiß-Aufnahmen angefertigt. Berichtigungen und Ergänzungen - vor allem hinsichtlich Entstehungszeit- und -ort der Manuskripte - wurden als "Handschriftenliste" im Internet veröffentlicht (Version 1 von 1996 bzw. Version 2 von 1997); Handschriftenliste und alle Aufnahmen wurden für die Publikation "Buchschmuck in Lilienfelder Handschriften" zur Verfügung gestellt. Eine aktualisierte Handschriftenliste wurde dem 1997 gedruckten Aufsatz "Die Handschriften des Stiftes Lilienfeld" beigegeben. Die summarische Überprüfung der Katalogangaben zum Inhalt der Lilienfelder Codices wurde bis einschließlich Cod. 164 durchgeführt; die Ergebnisse sollen mittelfristig in die Datenbank manuscripta.at integriert werden.

Alois Haidinger, Franz Lackner − Wien 2012