Die folgenden Daten sind Auszüge aus dem gedruckten Katalog der Handschriften der Universitäts- und Landesbibliothek Tirol in Innsbruck. Diese Daten, insbesondere die Bibliographie, werden in manuscripta.at laufend korrigiert und ergänzt. Addenda und Corrigenda zum gedruckten Register finden Sie hier.
Papier fleckig. Wasserzeichenbefund: Wasserzeichen dzt. nicht nachweisbar mit Ausnahme von Piccard T-17-51 (Regensburg 1679). Lagen: durchwegs Sexternionen, in der 19. Lage (mit Zählung S. 397–420) fehlt das Gegenblatt zu S. 403/404, an dessen Stelle nach S. 412 drei Einzelblätter eingeklebt mit Seitenzählung S. 413, 414, 415 (Rückseite von S 415 ohne Zählung), 416, 417; die Fortsetzung der Lage mit doppelter Seitenzählung 415, 416 und 417. Nach Bl. XVIII zeitgenössische Paginierung 1–1047 mit Seiten ohne Zählung nach S. 61, 180 und 1047.
Teil 1
I, 297, I* Bl. Papier 16. Jh.
Teil 2
I, 209, I* Bl. Papier 16. Jh.
Teil 3
Bl. I-XVII, S. 1-1047 Papier Bayern, 17. Jh.
Schrift:
Schriftraum: 200/210 × 140/145 Zeilenzahl: 22-25
Schriftart: Kurrentschrift Kurrentschrift 17. Jh. (um 1679), S. 413–417 (eingefügte Seiten mit z. T. doppelter Zählung) von anderer Hand 17. Jh.
Ausstattung: Illuminiert
Kolorierte Wappen der einzelnen Adelshäuser.
Einband: Bayern 17. Jh. Barock Golddruck
Pergament über Pappe, Bd. 1 mit Silberdruck, Bd. 3 mit Golddruck.
Pergament verzogen, abgerieben, zerkratzt und fleckig, Bd. 2 Insektenfraß.
Bd. 1: an VD und HD Supralibros mit Stammwappen der Grafen von Stadion in Silberdruck (oxidiert), am VD darunter in Tinte Vermerk Graf Stadion [...], am HD Monogramm SJ (?). Spuren von je zwei Schließbändern.
Bd. 3: VD und HD gleich: 40 mm breiter Rahmen, von einfachen Linien in Golddruck begrenzt, äußere und innere Ecke jeweils durch einfache Linie in Golddruck verbunden. Am VD Supralibros (das 1530 den Fuggern als Grafen von Kirchberg und Weißenhorn verliehene Wappen), am HD Muschel (in Golddruck).
Am VD oben jeweils Signaturenschild der ULBT 260801/1, 260801/2 bzw. 260801/3, Bd. 1 und 2 unten zusätzlich weißes Etikett H. Handschriftenmagazin. Rücken: braun gefärbt, sechs einfache Bünde, oben jeweils weißes Papiertitelschild, stark abgerieben und verschmutzt, Bd. 1 W. Hund, bay. Stam. Buch, I. T. (darunter Zahl 1008), Bd. 2 W. Hund, bay. Stam. Buch, II (darunter Zahl 1009), Bd. 3 Bayrisches Stammmenbuch, der 3. T., von Dr. Wiguleus Hund, Bd. 2 oben, Bd. 3 oben und unten zusätzlich Spuren eines ehemaligen Signaturenschildes. Bd. 1 und 2 Kapitale mit naturfarbenem Garn umstochen. Schnitt jeweils blau gefärbt. VDS und HDS Papier, am VDS alte Signaturen, Bd. 1 2164 aa, daneben OW/G Et und 3bdr (?) (jeweils in Bleistift), XXVII 333 (in Rot), daneben Preisangabe von späterer Hand (nach 1892, Tintenblei) 200 Krn., Bd. 2 2193 (Bleistift) und XXVII. 334 (in Rot), Bd. 3 2174 (Bleistift) und XXVII. 335 (in Rot), HDS Bd. 1 Fragment einer alten Inhaltsangabe mit Seitenzahlen, stark beschnitten, Bd. 2 und 3 leer.
Verschiedene Vorbesitzer: Bd. 1: am VD und HD Supralibros mit dem Stammwappen der adeligen Familie Stadion (1668 in den Reichsfreiherrensand erhoben). Schildhalter: Links ein goldener Löwe, rechts ein goldener Wolf. Eindeutig noch vor der Wappenbesserung anlässlich der Erhebung in den Reichsgrafenstand 1705, entsprechend auch der Datierung des Papiers laut Wasserzeichen; der Namenszug Graf Stadion unterhalb des Wappens am VD erst nachträglich angebracht. Später im Besitz des Karmeliterkonvents Augsburg und des Servitenklosters Innsbruck, s. handschriftliche Besitzvermerke Bl. IIr: Conv(entus) August(anus) Carm(elitorum) Discalceatorum (= Konvent der Unbeschuhten Karmeliter Augsburg), darunter von anderer Hand Acquisitum 1881 samt Stempel Ad Bibliothecam Conv. S. Jos. O. S .B. M. V. OENIPONTI (Conventus Sancti Josephi Ordinis Servorum Beatae Mariae Virginis Oeniponti / Servitenkloster Innsbruck), beide mit Bleistift durchgestrichen
Bd. 2: Bl. IIr Besitzvermerke Joannes Felix Struner (?, verwischt, gestrichen), Hl. Perg Andex. emit Abbas Maurus III., darunter Stempel der Serviten (s. Bd. 1), mit Bleistift durchgestrichen. Aus dem Besitz des Abtes Maurus III. Braun vom Benediktinerkloster Andechs (1705–1746) an das Servitenkloster Innsbruck übergegangen.
Bd. 3: Laut Supralibros Wappen am VD ursprünglich im Besitz der Grafen Fugger (s. bei E). Bl. IIr Stempel der Serviten (s. Bd. 1), mit Bleistift durchgestrichen.
Alle drei Bände (zumindest Bd. 1 seit 1881) im Besitz des Servitenklosters Innsbruck. Laut Zuwachsverzeichnis der ULBT über Kauf von Antiquariat Tausch Innsbruck im Jahr 1956 erworben. Laut Einlaufvermerk jeweils Bl. IIv am 24.5.1956 an die ULBT gelangt und am 17.4.1959 katalogisiert. Vorbesitzer 1: Stadion, Familie von Bd. 1 Vorbesitzer 2: Augsburg, Karmeliterkloster Bd. 1 Vorbesitzer 3: Struner, Johannes Felix Bd. 2 Vorbesitzer 4: Maurus III. Braun, Abt im Benediktinerkloster Andechs Bd. 2 Vorbesitzer 5: Fugger, Familie Bd. 3 Vorbesitzer 6: Tausch (Antiquariat) über Antiquariat an ULBT Vorbesitzer 7: Innsbruck, Servitenkloster, nach 1881 Bd. 1-3
Wiguleus Hundt: Bayrisch Stammenbuch, Bd. 1. Ingolstadt: David Sartorius 1585.
(Band 2)
Wiguleus Hundt: Bayrisch Stammenbuch, Bd. 2. Ingolstadt: David Sartorius 1586.
(Band 3)
Wiguleus Hundt: Bayrisch Stammenbuch, Bd. 3 (Ed.: M. von Freyberg, Dr. Wiguleus Hundt's bayrischen Stammenbuchs Dritter Theil. Mit den Zusätzen des Archivar Libius, in: Sammlung historischer Schriften und Urkunden. Geschöpft aus Handschriften von M. Fhr. v. Freyberg. Dritter Band. Stuttgart und Tübingen 1830, 159–797 [ND von P. Maucher. Neustadt an der Aisch 1999]. Hs. gegenüber Ed. bisweilen stark abweichend. Register und Wappen in Ed. nicht enthalten, Unterschiede bei der alphabetischen Anordnung der Familiennamen. Gegenüber Ed. fehlen zahlreiche adelige Geschlechter. Es handelt sich dabei um Zusätze des Archivars Libius, der auch zu den 1585/86 gedruckten Teilen des Hundtschen Werkes Nachlesen und Berichtigungen geliefert, namentlich aber zum ungedruckten Teil eine beträchtliche Zahl von Familien, die bei Hundt fehlen, beigesteuert hat, die von Freyberg eingearbeitet wurden. In der Ed. Genealogie der Familie Hundt unmittelbar nach dem Vorwort). Beschreibung von ca. 530 (inzwischen größtenteils ausgestorbenen) adeligen Geschlechtern Bayerns und der Pfalz in alphabetischer Reihenfolge samt Wappen, unter ihnen auch die Familie Hundt (S. 369–402), mit autobiographischen Angaben des Verfassers Dr. jur. Wiguleus Hundt von Sulzemoos und Lenting, seine Herkunft, Schulbildung, Studienzeit, beruflicher Werdegang, drei Ehen und Kinder (Ed. 180, 182–185).
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Band 3
Tit.: Bayrisch Stammen Buech. Der dritte Thail. Von Abgestorbnen Vnd noch Lebenten Rittermessigen Turniers genossnen, auch andern Adelichen Geschlechten, so in beeden Vorigen Thaillen nit begriffen, Demselben Vnd Ganzer Ritterschafft, auch allen Liebhabern des Adls, der Alten Geschlecht, Historien Zu ehren Vnd nutz auch nachvolg: Durch den Edlen Hochgelehrten Herrn Wiguleum Hundt, zu Sulzenmoß, Lendinos (Lenting) Vnd Steinach, der Rechten Doctor, Fürstl. Bayrischen Rath Vnd Pflegern zu Dachau etc. mit Gethreuem Vleiß zusam getragen.