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Fiecht-St. Georgenberg, Benediktinerstift, Hs. 125 (Ms. 15a)
TEGERNSEER CONSUETUDINES (MELKER REFORM)
Papier   6 Bl.   210 × 160   Tegernsee/Melk/St. Georgenberg (?), 3. Viertel 15. Jh.
 Wasserzeichen:  Metadaten  |  Vorschau Bilder  |  Einzelbilder: fol. 1.
Literatur zur Handschrift (Anzahl: 2)

Lagen: (IV-I)6
Einzelner Faszikel, Bindfäden nur mehr in Resten vorhanden. Wasserflecken am unteren Rand. Bilder und Nachweise der Wasserzeichen siehe WZMA. Äußeres Doppelblatt der Lage fehlt (mit Textverlust). Pergamentfalz in Lagenmitte, in kleiner, sehr regelmäßiger Textualis beschrieben, auch in Fiecht-St. Georgenberg Hs. 25 (Ms. 60) und Hs. 36 (Ms. 184), möglicherweise ursprünglich letzterer beigebunden (siehe bei Geschichte und Inhalt). Kustoden in der ersten Lagenhälfte am oberen linken Rand. Beigelegt 2 foliierte Blätter mit Texttranskription in blauschwarzer Tinte, Rückseite eines Tiroler Abreißkalenders (KW36 und 37). Am oberen rechten Blattrand Foliierung in Bleistift 2025. Datierung nach Wasserzeichenbefund.
Schrift:
Schriftraum: 170/180 × 120/130    Zeilenzahl: 18-23   
Schriftart: Bastarda – Marginalien
Ausstattung: Rubriziert   

Einband: Schmucklos        
Blauer Heftumschlag 20. Jh. mit Signaturvermerk, Signaturschildchen, innen Namensetikett des Schulheftes, beschriftet in Kurrent Sprachlehre Friedrich Nasgareht.


Bemühungen um die Einführung der Melker Reform in St. Georgenberg maßgeblich über Tegernsee, ab der Mitte des 15. Jh. dokumentiert (1453/54 Versuche auf Initiative des Nikolaus Cusanus, Versuche gefördert von Herzog Sigmund von Tirol unter den Äbten von St. Georgenberg Johannes von Freiberg [1451–1469] und v. a. Kaspar Augsburger [1469–1491]), vgl. Naupp 1987, 373-375. Zu den Handschriften mit Melker Reformstatuten siehe bei Inhalt.
Besitzhinweise und Signaturen: Am Umschlag und Bl. 1r am oberen Rand Signaturvermerk 18. Jh. in schwarzer Tinte 015, Bl. 1r Bleistiftkorrektur 20. Jh. 0 durchgestrichen, a ergänzt. Bl. 1r Signaturvermerk 20. Jh. B IV 4. Signaturschildchen am Umschlag und 1r Besitz- und Signaturvermerk 20. Jh. Bibl. Fiecht, Hs. 15a, von gleicher Hand Beilage. Bl. 1r Klassifikationsvermerk in Bleistift 20. Jh. DK 271-7: 091/HS 125.
Kataloge: Im Katalog Benedikt Herschl (um 1650, St. Georgenberg-Fiecht, Bibl., o. Sign.) Eintrag auf S. 279 vielleicht Hs. 36 und Hs. 125 gemeint, sofern ursprünglich zusammengebunden: Melicensium et Tegernseensium Ceremoniae Monasticae MS in 4, darüber Ceremoniale. Im Inventar von Bachmann 1939, 94 unter den Ordensregel, Necrologe, Wallfahrts- Bruderschaft- und Conföderationsbücher, Visitationes, Sammlungsverzeichnisse und Klostergebräuche als Gebräuche im Chor, beim Tisch etc. 15. Jh. 6 Blatt mit der Signatur MS 015 B IV 4 verzeichnet. Im Handschriftenkatalog von Santer/Kramer 1978, 15 verzeichnet.
Wasserzeichen: Maria Stieglecker, Feb. 2026; Eingabe: HS, 03.26
"Inventar von Bachmann", "Handschriftenkatalog von Santer/Kramer"
alle Initien
(1r-4v) Tegernseer Consuetudines (Abweichungen zum Breviarium Caeremoniarum Mellicensium), unvollständig (Ed.: Joachim Angerer, Die Bräuche der Abtei Tegernsee unter Abt Kaspar Ayndorffer [1426–1461] verbunden mit einer textkritischen Edition der Consuetudines Tegernseenses. Augsburg 1968. - Eine Abschrift der Melker Reformstatuten findet sich in St. Georgenberg-Fiecht, Bibl., Hs. 25 (Ms. 60), dort mit Anhang zu Abweichungen in Tegernsee auf Bl. 92r–99r. Abschrift in Hs. 125 unvollständig, setzt auf Bl. 93v von Hs. 25 ein, letzte drei Unterschiede fehlen. Weitere Abschrift in Hs. 36 (Ms. 184), hier ohne Anhang zu Tegernsee. Hs. 125 (Ms. 15a) möglicherweise urspr. Hs. 36 (Ms. 184) beigebunden. Fassung der Statuten und Kapiteleinteilung in Fiechter Handschriften gleich).