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Fiecht-St. Georgenberg, Benediktinerstift, Hs. 129 (Ms. 284)
THEOLOGISCHE SAMMELHANDSCHRIFT
Olim: E 284    Pergament und Papier   V, 211, I* Bl.   155 × 110   Kartause Gaming (?), 1. Viertel 15. Jh.
Provenienz/Letztbesitzer: Schnals, Kartause
Handschrift aus 9 Teilen zusammengesetzt: 1  (1-38); 2  (39-50); 3  (51-83); 4  (84-135); 5  (136-150); 6  (151-184[183]); 7  (185[184]-194[193]); 8  (195[194]-207[206]); 9  (208[207]-212[211],)

Lagen: 1(I) (Pergament, Fragment) + I(III) (Vorsatzbl., Papier, 20. Jh.) + 1(IV) (Papier, Fragment, 15. Jh.) + 1(V) (Pergament, Fragment) + 2.V20 + (V+1)31 + (IV–1)38 + (V+2)50 + V60 + VI72 + (VI–1)83 + 2.VII111 + 2.VI135 + (VIII–1)150 + VI162 + (V–3)169 + VI182(181) + I184(183) + V194(195) + (VII–1)207(206) + (III–1)212(211) + (I-1)I* (Nachsatzbl., Papier, 20. Jh.).

Zeitgenössische Foliierung in Tinte am oberen rechten Rand 128, ergänzt durch Foliierung 20. Jh. 2945 und 65212 in Bleistift, 4664 in schwarzer Tinte. Fehler in der Foliierung: Zahl 170 doppelt, 171 und 177 übersprungen.

Teil 11-38   Pergament und Papier   
Lagen: 2.V20 + (V+1)31 + (IV-1)38
Bl. 31 eingehängtes Einzelblatt. Gegenblatt zu Bl. 32 fehlt (ohne Textverlust).
Schrift: 3 verschiedene Schriften/Schreiber
Schrift 1(1r-28v) Schriftraum: 120/140 × 70/80    Zeilenzahl: Ca. 20   
Schriftart: Bastarda – Marginalien
Von roten Tintenlinien gerahmt. Zeilenzahl wechselnd (ca. 20 Zeilen).
Schrift 2(28v-34r) Schriftraum: 120/140 × 70/80    Zeilenzahl: Ca. 20   
Schriftart: Bastarda – Marginalien
Von roten Tintenlinien gerahmt. Zeilenzahl wechselnd (ca. 20 Zeilen).
Schrift 3(34v-38v) Schriftraum: 120/140 × 70/80    Zeilenzahl: Ca. 20   
Schriftart: Bastarda – Marginalien
Von roten Tintenlinien gerahmt. Zeilenzahl wechselnd (ca. 20 Zeilen).
Ausstattung: Rubriziert   
Teil 239-50   Papier   
Lagen: (V+2)50
Bl. 49 und 50 Einzelblätter, an die Lage angefügt.
Schrift: 2 verschiedene Schriften/Schreiber
Schrift 1(39r-44v) Schriftraum: 110/120 × 75/80   
Schriftart: Bastarda
Von kaum mehr erkennbaren Bleistiftlinien gerahmt. Zeilenzahl wechselnd.
Schrift 2(45r-50v) Schriftraum: 110/120 × 75/80   
Schriftart: Bastarda
Von kaum mehr erkennbaren Bleistiftlinien gerahmt. Zeilenzahl wechselnd.
Ausstattung: Rubriziert   
Teil 351-83   Papier   
Lagen: V60 + VI72 + (VI-1)83
Gegenblatt zu Bl. 76 fehlt (ohne Textverlust?). Pergamentfälze zur Verstärkung der Lagenmitte. Reklamanten.
Schrift:
(51-83) Schriftraum: 110 × 75    Zeilenzahl: 24-26   
Schriftart: Bastarda
Von Blindlinien gerahmt. Bl. 80v–81r von anderer Hand.
Ausstattung: Rubriziert   
Teil 484-135   Papier   
Lagen: 2.VII111 + 2.VI135
Pergamentfälze zur Verstärkung der Lagenmitte.
Schrift:
(84-135) Schriftraum: 115 × 70/75    Zeilenzahl: 24-27   
Schriftart: Bastarda – Marginalien
Von Bleistiftlinien gerahmt.
Ausstattung: Rubriziert   
Teil 5136-150   Papier   
Lagen: (VIII-1)150
Gegenblatt zu Bl. 136 fehlt (ohne Textverlust), Bl. 150 eingeschnitten. Kustoden in der ersten Lagenhälfte.
Schrift:
(136-150) Schriftraum: 120 × 75/80    Zeilenzahl: 26-29   
Schriftart: Bastarda
Von Bleistiftlinien gerahmt. Möglicherweise gleiche Hand wie T. IV, Bl. 150v andere Hand.
Ausstattung: Rubriziert   
Teil 6151-184[183]   Papier   
Lagen: VI162 + (V-3)169 + VI182(181) + I184(183)
Gegenblätter zu Bl. 163-165 fehlen. Pergamentfälze zur Verstärkung der Lagenmitte. Kustoden (arabische Ziffern) in der ersten Lagenhälfte, in schwarzer Tinte unten, Kustoden in Rot (Buchstaben) am oberen Rand, anhand derer die ursprünglich andere Abfolge der Lagen dieses Teils ersichtlich ist: zweite Lage (Bl. 163–169, Zählung a6a12) ursprünglich wohl nach vierter Lage (Bl. 183[182]–184[183], a2a5) eingebunden.
Schrift:
(151-184[183]) Schriftart: Textualis cursiva – Marginalien
Schriftraum wechselnd. Teilweise von kaum mehr erkennbaren Bleistiftlinien gerahmt. Zeilenzahl wechselnd. Von mehreren Händen?
Ausstattung: Rubriziert   
Teil 7185[184]-194[193]   Papier   
Lagen: V194(195)
Pergamentfalz zur Verstärkung der Lagenmitte.
Schrift:
(185[184]-194[193]) Schriftraum: 120 × 70/75    Zeilenzahl: 25-32   
Schriftart: Bastarda – Marginalien
Von Tintenlinien gerahmt.
Ausstattung: Rubriziert   
Teil 8195[194]-207[206]   Papier   
Lagen: (VII-1)207(206)
Gegenblatt zu Bl. 195(194) fehlt (ohne Textverlust). Pergamentfalz zur Verstärkung der Lagenmitte.
Schrift:
(195[194]-207[206]) Schriftraum: 120 × 85/90    Zeilenzahl: 25-27   
Schriftart: Bastarda
Teilweise von Bleistiftlinien gerahmt.
Ausstattung: Rubriziert   
Teil 9208[207]-212[211],   Papier   
Lagen: (III-1)212(211)
Gegenblatt zu Bl. 208(207) fehlt.
Schrift:
(208[207]-212[211]) Schriftraum: 120 × 90    Zeilenzahl: 22-26   
Schriftart: Gotische Kursive
Von Tintenlinien gerahmt und auf Tintenliniierung.
Ausstattung: Rubriziert   

Einband: St. Ottilien (?)     20. Jh.     
Hellbraunes Leder über Holz. Einband unter Verwendung von Teilen des ursprünglichen Einbands im 20. Jahrhundert restauriert. VD und HD leer. Ursprünglich Rücken wiederverwendet: braunes Leder mit Streicheisenlinien und Zierknopf, Spuren eines zweiten Lederknopfes, Kettenstichheftung (ursprünglich Koperteinband). Signaturschildchen und weiße Signatur (sieh bei Geschichte). VDS und HDS Papier, leer. Bl. I Pergament, wohl ehemaliger VD. Bl. II–III Vorsatzblätter, Papier 20. Jh., leer. Bl. I* Nachsatzblatt, Papier 20. Jh., leer. Gegenblatt zu Bl. I* als HDS angebracht.


Besitzvermerke und Signaturen: Bl. Vr Besitzvermerk 15. Jh. (von gleicher Hand wie Inhaltsverzeichnis = Schnalser Hand) Hunc liber adportavit dominus Johannes hic prior de domo troni beate Marie in Gemniko (= Kartause Marienthron in Gaming) in qua professus fuit (wohl Johannes von Österreich, ab 1427 Prior der Kartause Allerengelberg im Schnalstal, siehe Wolfgang G. Schöpf, Vom Wirtschaften in der Kartause Allerengelberg 1418–1531. Das Registrum rubum Montis Omnium Angelorum der Prioren Laurentius, Johannes und Hieronymus. Nordhausen 2010). Am Rücken weiße Schnalser Signatur E 284. Bl. 1r Signaturenvermerk in schwarzer Tinte 19. Jh. am oberen Rand I, 39. Am Rücken Signaturschildchen, Papier 19. Jh. 284. Bl. Ir Bleistiftsignatur 20. Jh. B IV 6. Bl. Vr Signaturvermerk Besitzvermerk blauer Tinte 20. Jh. Bibl. Fiecht Hs. 283. Bl. Vr Klassifikationsvermerk in Bleistift 20. Jh. DK 001:248 / HS 129.
Kataloge: Im Schnalser Übergabekatalog (Innsbruck, ULBT, Cod. 915, Bl. 58v) unter der Nr. 284 eingetragen als Multa opusc. diversa, Ms. partim membr. partim chart. 8. Vorübergehend daher wohl in der k.k. Hofbibliothek Innsbruck (heute ULB Tirol). Unklar wie und wann die Hs. von dort nach St. Georgenberg-Fiecht gelangte. Im Inventar von Bachmann 1939, 95 unter den Schriften theologisch-, philosophisch-, und religiösen Inhalts als Formula religiose vitae, (falsche) Signatur MS 184 B IV 4 eingetragen. Im Handschriftenkatalog von Santer/Kramer 1978, 175–176 verzeichnet. Im Katalog Jeffery/Yates 1985, 123–127, beschrieben unter der HMML-Projektnummer 28,809, Mikroverfilmung 1973.
Vorbesitzer: Schnals, Kartause Allerengelberg , E 284

Signatur Hs. 129 ursprünglich doppelt vergeben. Die vorliegende Handschrift Hs. 129 (Ms. 284) nicht von HMML digitalisiert und katalogisiert. Die Handschrift mit der ehemaligen Signatur Hs. 129 (Ms. 203) (Thomas Ebendorfer) umsigniert auf Hs. 168 (Ms. 203).

Bearbeitung und Digitalisierung: Universitäts- und Landesbibliothek Tirol, Projekt Manuscripta monastica 2024–2026 – Kulturerbe digital. Vorläufige Beschreibung: SW/FM, 09/2025, erg. AP 03/2026; Dateneingabe: FM, 03/2026
"Inventar von Bachmann", "Handschriftenkatalog von Santer/Kramer", "Jeffery/Yates 1985"