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Fiecht-St. Georgenberg, Benediktinerstift, Hs. 130 (Ms. 38)
THEOLOGISCHE SAMMELHANDSCHRIFT (lateinisch/deutsch)
Papier   I, 165, I* Bl.   142×105   Entstehungsort unbestimmt, 15. bis 16. Jh.
Handschrift aus 6 Teilen zusammengesetzt: 1  (I, 1–12); 2  (13–36); 3  (37–121); 4  (122–145); 5  (146–157); 6  (158–167, I*)
Literatur zur Handschrift (Anzahl: 3)

Am rechten oberen Blattrand Foliierung in arabischen Ziffern (Bleistift), 20. Jh., mit Fehlern: 54 und 155 in der Zählung übersprungen (auf Bl. 53 folgt 55, auf Bl. 154 folgt 156). Vor- und Nachsatzblatt nicht foliiert, hier als I bzw. I* bezeichnet.

Teil 1I, 1–12   Pergament und Papier   
Lagen: (I–1)(I) + VI12
Vorsatzblatt Pergament, Gegenblatt als VDS aufgeklebt. Nach Bl. 12 Verlust mehrerer Lagen.
Schrift:
Schriftraum: 115 × 80    Zeilenzahl: 27–30   
Schriftart: Bastarda – Marginalien
Schriftraum von bis an den Rand gezogenen Bleistiftlinien gerahmt. Unterlängen am unteren Blattrand bisweilen gedehnt. Vereinzelt Marginalien, zum Teil in roter Tinte.
Ausstattung: Rubriziert   
Rote Unterstreichungen, Durchstreichungen, Auszeichnungsstriche und Paragraphzeichen. Rote Lombarden mit Schaftaussparungen, Punktverdickungen und/oder Ausläufern. Repräsentanten. Vereinzelt Verzierung der gedehnten Unterlängen in roter Tinte.
Teil 213–36   Papier   
Lagen: 2.VI36
Schrift: 2 verschiedene Schriften/Schreiber
Schrift 1(13r–34r ) Schriftraum: 85 × 100    Spaltenzahl: 2    Zeilenzahl: 25   
Schriftart: Bastarda
Schriftraum von bis an den Rand gezogenen Bleistiftlinien gerahmt. Rechte Spalte leer.
Schrift 2(34v–35v) Schriftraum: 85 × 100    Spaltenzahl: 2    Zeilenzahl: 6–18    
Schriftart: Bastarda
Schriftraum von bis an den Rand gezogenen Bleistiftlinien gerahmt. Einspaltig beschrieben.
Ausstattung: Rubriziert   
Rote Unterstreichungen, Durchstreichungen, Auszeichnungsstriche und Paragraphzeichen. Rote Lombarden mit Schaftaussparungen, Punktverdickungen und/oder Ausläufern. Ausstattung auf Bl. 18r–24v und Bl. 28v–34r sowie Bl. 35v nicht ausgeführt.
Teil 337–121   Papier   
Lagen: 7.VI121(120)
Lagenreklamanten (Bl. 48v, 61v, 73v, 85v, 97v und 109v). Pergamentsignakel auf Bl. 43. Riss auf Bl. 48 mit Papierstreifen geklebt.
Schrift:
Schriftraum: 85/100 × 80    Spaltenzahl: 2    Zeilenzahl: wechselnd   
Schriftart: Bastarda – Marginalien
Von mehreren Händen. Schriftraum von bis an den Rand gezogenen Bleistiftlinien gerahmt, stellenweise jeweils eine weitere horizontale Linie oben und unten. Unterlängen am unteren Blattrand bisweilen gedehnt. Korrekturen und Marginalien von verschiedenen Händen, zum Teil in roter Tinte, bisweilen beschnitten. Einspaltig beschrieben.
Ausstattung: Rubriziert   
Rote Überschriften, Unterstreichungen, Durchstreichungen, Auszeichnungsstriche und Paragraphzeichen. Rote Lombarden mit Schaftaussparungen, Punktverdickungen und/oder Ausläufern. Repräsentanten.
Teil 4122–145   Papier   
Lagen: 2.VI145(144)
Wasserschaden. Lagenkustoden (?) in römischen Zahlen (Bl. 133v und 145v), bisweilen beschnitten. Beschriftete Pergamentsignakel auf Bl. 122 und 143. In Lagenmitte zwischen Bl. 127 und 128 Abklatsch eines Fragments.
Schrift:
Schriftraum: 95 × 60    Zeilenzahl: wechselnd   
Schriftart: Bastarda – Marginalien
Schriftraum von bis an den Rand gezogenen Bleistiftlinien gerahmt. Unterlängen am unteren Blattrand bisweilen gedehnt. Stellenweise Korrekturen und Marginalien von verschiedenen Händen, zum Teil in roter Tinte, bisweilen beschnitten. Zeilenfüllsel, z.T. in roter Tinte.
Ausstattung: Rubriziert   
Rote Überschriften, Unterstreichungen, Durchstreichungen, Auszeichnungsstriche und Paragraphzeichen. Rote Lombarden mit Schaftaussparungen, Punktverdickungen und/oder Ausläufern. Repräsentanten.
Teil 5146–157   Papier   
Lagen: (VI–1)157(155)
Gegenblatt zu Bl. 150 fehlt, wohl mit Textverlust.
Schrift:
Schriftraum: 100 × 70    Zeilenzahl: wechselnd   
Schriftart: Bastarda – Marginalien
Von mehreren Händen. Schriftraum ab Bl. 153v 115 × 90, von bis an den Rand gezogenen Bleistiftlinien begrenzt, auf Bl. 157v von Tintenlinien begrenzt. Unterlängen am unteren Blattrand bisweilen gedehnt. Unterstreichungen. Satzmajuskeln. Marginalien von verschiedenen Händen, zum Teil in roter Tinte.
Ausstattung: Rubriziert   
Rote Überschriften, Unterstreichungen, Durchstreichungen, Auszeichnungsstriche und Paragraphzeichen. Rote Lombarde.
Teil 6158–167, I*   Pergament und Papier   
Lagen: V167(165) + (I–1)(I*)
Nachsatzblatt Pergament, Gegenblatt als HDS aufgeklebt.
Schrift:
Schriftraum: 105/115 × 80/90    Zeilenzahl: wechselnd   
Schriftart: Bastarda
Von drei Händen: 1) Bl. 158r–160r, datiert 1501, Schreibernennung F. W. S.; 2) 160v–163v; 3) 163r–v. Schriftraum auf Bl. 158r–163r von bis an den Rand gezogenen Tintenlinien begrenzt.
Ausstattung: Rubriziert   
Rote Unterstreichungen, Durchstreichungen, Auszeichnungsstriche und Paragraphzeichen. Rubriken. Rote Satzmajuskeln und Lombarden mit Schaftaussparungen, Punktverdickungen und/oder Ausläufern.

Einband: Entstehungsort unbestimmt     Anfang 16. Jh.     Gotisch     Streicheisenlinien   Blindstempel        
Weißes Leder über Holz.
VD: Mittelfeld von zweifachen Streicheisenlinien begrenzt, mit zwei diagonalen zweifachen Streicheisenlinien, an den Ecken und am Schnittpunkt der diagonalen Linien jeweils Stempel "gefiederte Rosette" (Nr. 1), in den oberen und unteren Feldern Stempel "fünfblättrige Rosette klein" (Nr. 2), "Schriftband Ihesus" (Nr. 3) und "fünfblättrige Rosette groß" (Nr. 4), in den seitlichen Feldern Stempel Nr. 1, Nr. 3 und "Adler in Quadrat" (Nr. 5). HD: wie VD, in den oberen und unteren Feldern Stempel Nr.1, Nr. 5 und "Lilie in Raute" (Nr. 6), in den seitlichen Feldern Stempel Nr. 3, Nr. 1 und "Blüte in Raute" (Nr. 7). Kanten nach außen abgerundet. Eine ziselierte Leder-Metall-Schließe (braunes Leder). Rücken: zwei einfache und drei Doppelbünde, unterster Bund freiliegend, an den Enden der Bünde jeweils Stempel Nr. 2, zweites Feld Aufschrift 1501 in Bleistift, drittes Feld Papierschildchen mit Signatur (siehe bei Geschichte). Am Vorderschnitt ein Pergamentsignakel. VDS und HDS je ein Pergamentblatt, ursprüngliche obere Blatthälfte aufgeklebt, untere Blatthälfte als Vorsatz- bzw. Nachsatzblatt, mit zweispaltigem Text aus einem Lektionar in Textualis mit roten Überschriften, Auszeichnungsstrichen und Lombarden (VDS bzw. Vorsatzblatt: 1 Sam 17,16–46; HDS bzw. Nachsatzblatt: 1 Sam 15,30–16,13 und 1 Sam 16,19–17,9), 14. Jh.


Besitzhinweise und Signaturen: Bl. 1r und 163v Besitzvermerk 17. Jh in Tinte Montis S. Georgii 1652. Bl. 1r Signatur 19. Jh. I,38. Am Rücken Papierschild mit Signatur 38. Am VDS Signatur in Bleistift B IV 6 sowie Besitzvermerk in Tinte Bibl. Fiecht Hs. 38. Bl. 1r Klassifikationsvermerk in Bleistift 20. Jh. DK 248.38:091/HS 130.
Kataloge: Im Inventar von Bachmann 1939, 94 unter den Schriften theologisch-, philosophisch-, und religiösen Inhalts als Ebenso, Signatur MS 38 verzeichnet. Diese Bemerkung bezieht sich auf den vorigen Eintrag phil.Theol.Aufsätze MS 19. Gemeinsam mit MS 38 sind auch MS 13, 15 und 16 genannt. Im Handschriftenkatalog von Santer/Kramer 1978, 43–44 mit Signatur MS 38 / HS 167 verzeichnet. Im Katalog Jeffery/Yates 1985, 117–122, beschrieben unter der HMML-Projektnummer 28,829, Mikroverfilmung 1973.
Bearbeitung und Digitalisierung: Universitäts- und Landesbibliothek Tirol, Projekt Manuscripta monastica 2024–2026 – Kulturerbe digital. Vorläufige Beschreibung: SW/VK; Dateneingabe: VK, 04/2026
"Inventar von Bachmann", "Handschriftenkatalog von Santer/Kramer", "Jeffery/Yates 1985"
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