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Fiecht-St. Georgenberg, Benediktinerstift, Hs. 131 (Ms. 213)
PETRUS BOHERIUS
Papier   159 Bl.   315 × 210   St. Georgenberg, 1406
Literatur zur Handschrift (Anzahl: 6)

Lagen: 7.VI84 + VII98 + 4.VI145(146) + (VI+1)158(159)
Papier stark fleckig, Tintenverlauf mit Textverlust durch Wasserschaden, wohl 15. Jahrhundert (siehe bei Schrift), an den Rändern tw. weggerissen, bes. Bl. 76. Spuren von Insektenfraß. Bl. 1, 122' und 146 (eingehängtes Einzelblatt) urspr. lose, im Zuge der konservatorischen Sicherungsmaßnahmen 2025 wieder an die erste Lage angefügt. Reklamanten. In den Lagenmitten Pergamentfälze, vereinzelt beschrieben (Bastarda). Am oberen rechten Rand Bleistiftfoliierung. 20. Jh. Fehler in der Foliierung: nach Bl. 122 ein Blatt nicht gezählt.
Schrift:
Schriftraum: 245 × 165    Spaltenzahl: 2    Zeilenzahl: 55-57   
Schriftart: Bastarda – Marginalien
Von Tintenlinien gerahmt. Datiert 1406 (Bl. 137rb) Finitum in vigilia sancti Laurencii anno 1406. Deo gracias amen. Schreiber P. Gregor Saler (vgl. auch Fiecht-St. Georgenberg, Bibl., Hs. 153 [Ms. 161]; vgl. Naupp 1987a, 147), Schreibernennung Bl. 158rb. Ergänzung der durch Wasserschaden beeinträchtigten Textstellen durch Überschreiben und am Rand von späterer Hand, Bastarda bzw. Notula 15. Jh. Bl. 1v–86r (erster Kommentar des Petrus Boherius) Kapitelzählung am oberen rechten Blattrand (recto und verso) in schwarzer Tinte. Schlecht lesbare Textstellen von zeitgenössischer Hand (vgl. Randnotizen) nachgetragen.
Ausstattung: Rubriziert   Rankeninitiale(n)   Figürlicher Buchschmuck   Federzeichnung(en)   

Einband: St. Georgenberg     15. Jh.     Gotisch     Schmucklos        
Holz mit Pergament-Rückenbezug. Holzdeckel freiliegend. Leder-Metall-Schließe, Lager und Haken mit gravierten Linien- und Rankenornamenten sowie Zierbuchstaben. Gegenblech am HD. Rücken: Drei an den Deckeln aufgeklebte Pergamentstreifen, an VD und HD zusätzlich mit Nägeln befestigt, vier Doppelbünde, am VD gebrochen. Titelaufschrift in schwarzer Tinte (18. Jh.) Glossa super regula Smi P. N. Benedicti, Signaturschildchen Papier (siehe bei Geschichte). Innenseite des Rückenpergaments freiliegend, Rest einer Titelaufschrift Historia Lutheri, am Pergamentüberzug am HD Notiz Liber rarus San. (?) J. J. Innenseite von VD und HD Holz freiliegend, Bünde sichtbar. Am VD innen aufgeklebtes Pergamentschild (15. Jh.) mit Inhaltsverzeichnis von anderer Hand, darunter Besitz- und Signaturvermerk von anderer Hand (siehe bei Geschichte). Am Holz Schriftproben, Besitzvermerke, Signatureintragungen (siehe bei Geschichte), Hinweise zu Schreiber und Datierung 20. Jh.: oberhalb Inhaltsverzeichnis 1350? 15. Jahrhundert, unterhalb Inhaltsverzeichnis fol. 137 finitum vigil. S. Laurentii 1406 script. a Fr. Gregor. Saler. M. S. GG. Am HD innen Schriftproben.


Schrift (Schreiber Gregor Saler) und Ausstattung weisen auf eine Entstehung in St. Georgenberg hin. Handschrift hinsichtlich Inhalt und Aufbau eng verwandt mit Melk, Stiftsbibl., Cod. 3 (149, C 27).
Besitzhinweise und Signaturen: 158rb Besitzvermerk von der Hand des Schreibers, 15. Jh., Est iste sancti Iacobi liber atque Georgi Georii sancti montis Intal sui claustri. An der Innenseite des VD Besitzvermerk 15. (oder frühes 16. Jh.) Est iste sancti Iacobi liber atque Georgii Georgii sancti montis Intal sui claustri mit Signatur E 4. Bl. 1r, 2r, 157v und 158r Besitzvermerk 17. Jh. in schwarzer Tinte: Bl. 1r Monasterii Montis S. Georgii 1652, Bl. 2r und 157v Ad Bibliothecam Monasterii Montis S. Georgii 1659, Bl. 158r Montis S. Georgii 1652. Bl. Ir Signaturvermerk 19. Jh. in schwarzer Tinte V,213. Am Rücken Signaturschildchen 20. Jh. 213, von anderer Hand 213; An der Innenseite des VD und Bl. 1r Besitz- und Signaturvermerk 20. Jh. in blauer Tinte Stift Fiecht Hs 213. An der Innenseite des VD Bleistiftnotiz mit Datierungs- und Schreiberhinweisen 20. Jh. Datierungshinweis und Klassifikationsvermerk 20. Jh. fol. 86: 1356, DK 271.11-4: 091/HS 131.
Kataloge: Im Katalog Benedikt Herschl (um 1650, St. Georgenberg-Fiecht, Bibl., o. Sign.) eingetragen auf S. 153 als Glossa in Regulas S. Benedicti MS fol. m.Im Inventar von Bachmann 1939, 96 unter Ordensregel, Necrologe, Wallfahrts- Bruderschaft- und Conföderationsbücher, Visitationes, Sammlungsverzeichnisse und Klostergebräuche als Glossa super regula Benedicti 14/15. Jh, Signatur MS 213 B IV 3 eingetragen. Im Handschriftenkatalog von Santer/Kramer 1978, 127–128 verzeichnet. Im Katalog Jeffrey/Yates 1985, 292–295, beschrieben unter der HMML-Projektnummer 28,855, Mikroverfilmung 1973.
Bearbeitung und Digitalisierung: Universitäts- und Landesbibliothek Tirol, Projekt Manuscripta monastica 2024–2026 – Kulturerbe digital. Vorläufige Beschreibung: SW; Dateneingabe: FM, 02/2026
"Naupp 1987a"
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