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Fiecht-St. Georgenberg, Benediktinerstift, Hs. 152 (Ms. 168)
PETRUS LOMBARDUS
Papier   295 Bl.   310 × 215   Süddeutscher Raum, 2. Hälfte 15. Jh. (1465 oder 1456)   
Literatur zur Handschrift (Anzahl: 3)

Lagen: (V–1+2)11 + 22.VI275 + 2.V295
Gegenblatt zu Bl. 1 herausgeschnitten, Bl. 10 und 11 eingehängte Einzelblätter. Zwischen Blatt 169 und 170 eingebundener kleiner Zettel, weitgehend herausgerissen. In den Lagenmitten meist Pergamentfälze, vereinzelt beschrieben. Unten mittig Lagensignaturen (alphanumerisch a–f, 1–6), tw. am rechten unteren Blattrand wiederholt bzw. nur dort, beginnend auf Bl. 2 mit b1, teilweise weggeschnitten, vereinzelt auch am Lagenende (z.B. Lage 5). Lagenreklamanten. Im rechten oberen Eck Bleistiftfoliierung (21. Jh.). Bl. 7v großer roter Farbklecks.
Schrift: 3 verschiedene Schriften/Schreiber
Schrift 1(1-83v) Schriftraum: 220 × 150    Spaltenzahl: 2    Zeilenzahl: 31-42   
Schriftart: Textualis cursiva – Marginalien
Von Blindlinien begrenzt, teilweise auf Blindlinierung. Schreiber: Andreas Wurm? (Bleistiftvermerk 20. Jh.), datiert auf Bl. 83v 1465. Wenige Marginalien von anderer späterer Hand?
Schrift 2(84r-290v) Schriftraum: 220 × 135/140    Spaltenzahl: 2    Zeilenzahl: 39   
Schriftart: Textualis cursiva – Marginalien
Von Blindlinien begrenzt, auf Blindlinierung. Möglicherweise Schreiber: Andreas Wurm de Bambergo, genannt auf Bl. 290rb. Datierung Bl. 290rb von anderer Hand In vigilia S. Andree 1456 (29.11.1456). Marginalien von anderer späterer Hand.
Schrift 3(291v-295v) Schriftart: Notula
Kein einheitlicher Schriftraum, Spalten- oder Zeilenzahl. Blindlinierung erkennbar, aber im Schriftbild kaum beachtet. Von verschiedenen Händen.
Ausstattung: Rubriziert   Federzeichnung(en)   

Einband: Süddeutscher Raum     15. Jh.     Gotisch     Streicheisenlinien        
VD: Ein von doppelten Streicheisenlinien gebildeter Rahmen. Das Mittelfeld durch dreifache diagonale Streicheisenlinien geteilt. Vier metallene Beschläge in den Ecken. Reste (Nägel) eines mittleren Beschlages sichtbar. Verblasstes Titelschildchen 15. Jh. Liber sententiarum Petri Lombardi episcopi parisiensis. HD: Bis auf das Titelschildchen gleich wie VD. Zwei braune Kurzriemen-Leder-Metall-Schließen erhalten. Rücken: vier Doppelbünde, erstes Feld: stark beschädigtes Titelschildchen [?] 14[?]6, zweites Feld Titelaufschrift [?] S[ententiarium ?], drittes Feld Jahreszahl 1476 und viertes Feld Signaturenschildchen (siehe Geschichte). Kapitale mit naturfarbenem Zwirn umstochen. VDS beschriebenes Pergamentfragment mit einigen Notizen und Signaturen. HDS beschriebenes Pergamentfragment mit einigen Notizen.


Signaturen und Besitzvermerke: Bl. 1r Besitzvermerk 17. Jh. in schwarzer Tinte In usum FF. Montasterii Montis S: Georgii. Bl. 2r sowie Bl. 294v Besitzvermerk in schwarzer Tinte 17. Jh. Ad Bibliothecam Monasterii Montis S. Georgii 1659. Bl. 1r Signatur in schwarzer Tine 19. Jh. 168. IV. VDS Besitz- und Signaturenvermerk in blauer Tinte 20. Jh. Hs. Stift Fiecht 168. Am Rücken Signaturenschildchen 20. Jh. 168. Am VD Signaturenvermerk in Bleistift 20.Jh. 168. Am VDS Klassifikationsvermerk in Bleistift 20. Jh. DK 23:091 / HS 152.
Kataloge: Im Katalog Benedikt Herschl (um 1650, St. Georgenberg-Fiecht, Bibl., o. Sign.) eingetragen auf S. 56 als Euisedem (Petri Lombardi) liber Sententiarum MS in fol. M. Im Inventar von Bachmann 1939, 94 unter den Schriften theologisch-, philosophisch-, und religiösen Inhalts als Verschiedene theol.Abhandlungen, Signatur MS 168 B IV 2 eingetragen. Im Handschriftenkatalog von Santer/Kramer 1978, 109-110 verzeichnet. Im Katalog Jeffery/Yates 1985, 256–257, beschrieben unter der HMML-Projektnummer 28,843, Mikroverfilmung 1973.
Bearbeitung und Digitalisierung: Universitäts- und Landesbibliothek Tirol, Projekt Manuscripta monastica 2024–2026 – Kulturerbe digital. Vorläufige Beschreibung: FM, 06/2025; Dateneingabe: FM, 03/2026
"Inventar von Bachmann", "Handschriftenkatalog von Santer/Kramer", "Jeffery/Yates 1985"
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