Papier teilweise fleckig und gewellt (Wasserschäden). Spuren von Insektenfraß. Um gesamten Buchblock gebundener schmaler Pergamentfalz erhalten (eventuell ursprünglich Vor- und Nachsatzblatt?). Foliierung in Bleistift im oberen rechten Eck, Zahlen 20 und 23, 20. Jh., vervollständigt 2025.
Teil 1
1-4, 27 15. Jh.
Lagen: 11 + (III–2)4,27
Handschrift besteht aus einer Lage (Ternio), in die zwei weitere Lagen eingelegt/eingebunden wurden (= Teil 2). Bl. 1 (Pergament) am Beginn der Handschrift eingebundenes Einzelblatt, Falz am Ende der Handschrift. Gegenblätter zu Bl. 2 und 3 fehlen (ohne Textverlust). Gegenblatt zu Bl. 4 = Bl. 27.
Schrift:
(1r-4r) Schriftraum: 200 × 155 Zeilenzahl: 51
Schriftart: Gotische Kursive Von Bleistiftlinien begrenzt.
Ausstattung: Illuminiert Wappen
Bl. 1r herausgeschnittenes Wappen des Abtes Kaspar II. Augsburger (siehe bei Geschichte).
Schriftart: Bastarda Von Blindlinien begrenzt (jedoch oft nicht beachtet).
Einband: St. Georgenberg (?) 15. Jh. Schmucklos
Halbledereinband: Braunes Leder über Holz. Leder stark abgerieben, fleckig und rissig. An VD und HD je drei Nägel zum Fixieren des Lederüberschlags. Reste (Leder und zwei Nägel) einer Schließe erhalten: Am VD Leder und zwei Nägel, am HD Nagel. Am VD zeitgenössisches Titelschild Inquisicio Antonii Lusci in oraciones Ciceronis und Signaturenschild (siehe Geschichte). Rücken: Zwei Doppelbünde. Im zweiten Feld Signaturenschildchen (siehe Geschichte). Innenseite des VD und HD Holz freiliegend, an der Innenseite des VD Signaturen, an der Innenseite des HD Titel- Besitz- und Kaufvermerk 15. Jh. (siehe Geschichte).
Besitzhinweise und Signaturen: An der Innenseite des HD auf dem Kopf stehend Inhaltsangabe und Besitz- bzw. Kaufvermerk von der Hand des Abtes Kaspar II. Augsburger (1469–1491) Inquisitio Anonii Lusci in oraciones Ciceronis, darunter Liber monasterii montis s Georgii quem dominus Gaspar comparavit anno 1472. Erwerb durch Augsburger, siehe auch Rest des ausgeschnittenen Besitzerwappens auf Bl. 1. Zu den zahlreichen Erwerbungen unter Augsburger siehe Geschichte bei Hs. 17 (Ms. 132). Am VD Signaturschild mit Signatur 15. Jh. (?) in roter Tinte O VIIIBl. 1r am oberen Rand und Bl. 23r mittig Besitzvermerk 17. Jh. in schwarzer Tinte Ad Bibliothecam Monasterii Montis S. Georgii 1659. Bl. 1r am unteren rechten Rand Signatur 19. Jh. in schwarzer Tinte V.202. Am Rücken Siganturschild Papier mit Signatur 20. Jh. in schwarzer Tinte 202. An der Innenseite des VD am oberen Rand Besitz- und Signaturvermerk in blauer Tinte 20. Jh. Stift Fiecht Hs. 202, darunter Klassifikationsvermerk in Bleistift 20. Jh. DK 871-5: 09 091 / HS 165. Kataloge: Im Katalog Benedikt Herschl (um 1650, St. Georgenberg-Fiecht, Bibl., o. Sign.) eingetragen auf S. 226 als Antonii Luscinii inquisitio in Ciceronis Orationes. Im Inventar von Bachmann 1939, 97 unter den Dichtungen als Antonii Vincentini .. inquisizio artis in oratoribus Marce T.Ciceronis, Signatur MS 202 B IV 3 verzeichnet. Im Handschriftenkatalog von Santer/Kramer 1978, 124 verzeichnet. Im Katalog Jeffery/Yates 1985, 286–287, beschrieben unter der HMML-Projektnummer 28,840, Mikroverfilmung 1973
HS 03.26
"Inventar von Bachmann", "Handschriftenkatalog von Santer/Kramer", "Jeffery/Yates 1985"
alle Initien
I n i t i e n
2
1r
Magna res est eloquentia, frater insignis atque optime...
5r
Cicero creatus praetor Romanus duo persuadere nititur...