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Fiecht-St. Georgenberg, Benediktinerstift, Hs. 18 (Ms. 133)
THEOLOGISCHE SAMMELHANDSCHRIFT
Papier   I, 135 Bl.   215×150   Entstehungsort unbestimmt, 15. Jh.
Handschrift aus 6 Teilen zusammengesetzt: VS  (1-4) 15. Jh.; 1  (5-39) 15. Jh.; 2  (40-75) 15. Jh.; 3  (76-89) 15. Jh.; 4  (90-101) 1417; 5  (102-135) 15. Jh.
Literatur zur Handschrift (Anzahl: 2)

Pergamentstreifen zur Verstärkung in Lagenmitte, zumeist in Karolingischer Minuskel beschriftet. Am rechten oberen und unteren Blattrand Foliierung jeweils in arabischen Ziffern in Bleistift, oben 20. Jh., mit Sprüngen, unten 2025 (hier berücksichtigt).

VS1-4   Papier   15. Jh.
Lagen: II4
Teil 15-39   Papier   15. Jh.
Lagen: (VI+1)17 + VI29 + V39.
Bl. 5 eingefügtes Einzelblatt, Falz zwischen Bl. 17 und 18. Bl. 17v Lagenreklamant. Bl. 6r–28r am rechten oberen Blattrand zeitgenössische Foliierung in römischen Zahlen I bis XXIII in roter Tinte, mit Angaben im Register auf Bl. 5r–v übereinstimmend. Bl. Ir–6r am rechten oberen Blattrand Foliierung in arabischen Ziffern 1 bis 7, Bl. 29r–39r 1 bis 10, jeweils in Bleistift, 20. Jh.
Schrift: 2 verschiedene Schriften/Schreiber
Schrift 1(5r–28r) Schriftraum: 160 × 90    Zeilenzahl: 28–29   
Schriftart: Gotische Kursive
Schriftraum von bis an den den Rand gezogenen Bleistiftlinien gerahmt.
Schrift 2(29r–32r) Schriftraum: 170 × 105/120    Zeilenzahl: 20–23   
Schriftart: Humanistica cursiva
Ausstattung: Rubriziert   
Bl. 5r–28r rote Überschriften, Auszeichnungsstriche und Lombarden mit Schaftaussparungen, Punktverdickungen und/oder Ausläufern. Bl. 29r–32r rote Unterstreichungen und Auszeichnungsstriche.
Teil 240-75   Papier   15. Jh.
Lagen: 3.VI75
Falz zwischen Bl. 51 und 52. Bl. 51v Reklamant. Bl. 40r–58r am rechten oberen Blattrand Foliierung in arabischen Ziffern 12 bis 30, Bl. 62r 50 von anderer Hand, jeweils in Bleistift, 20. Jh.
Schrift:
Schriftraum: 155 × 95    Zeilenzahl: 27–31   
Schriftart: Gotische Kursive
Schriftraum von dünnen bis an den Rand gezogenen, bisweilen ausradierten Bleistiftlinien gerahmt. Bl. 60r Zeigehand. Korrekturen, vereinzelt in roter Tinte. Stellenweise Kreuze als Anmerkungszeichen.
Ausstattung: Rubriziert   
Rote Überschriften, Auszeichnungsstriche, Paragraphzeichen und Lombarden mit Ausläufern. Vereinzelt Repräsentanten.
Teil 376-89   Papier   15. Jh.
Lagen: VII89
Schrift: 3 verschiedene Schriften/Schreiber
Schrift 1(76r–80v) Schriftraum: 160/165/175 × 110/120    Zeilenzahl: wechselnd   
Schriftart: Gotische Kursive
Schriftraum auf Bl. 76r von bis an den Rand gezogenen Tintenlinien gerahmt.
Schrift 2(81r–84r) Schriftraum: 165/170 × 120    Zeilenzahl: wechselnd   
Schriftart: Textualis
Schrift 3(84r–v) Schriftraum: 55/135 × 130    Zeilenzahl: 25 bzw. 10   
Schriftart: Gotische Kursive
Teil 490-101   Papier   1417
Lagen: VI101
Schrift:
Schriftraum: 160/165 × 105/110    Zeilenzahl: 30–32   
Schriftart: Gotische Kursive – Marginalien – Glossen
Schriftraum bisweilen von dünnen bis an den Rand gezogenen Bleistiftlinien gerahmt, zumeist radiert.
Ausstattung: Rubriziert   
Rote Unterstreichungen, Umrandungen, Auszeichnungsstriche, Zeilenfüllsel und Lombarden mit Schaftaussparungen, Punktverdickungen und/oder Ausläufern. Repräsentanten.
Teil 5102-135   Papier   15. Jh.
Lagen: 2.VI125 + V135
Bl. 102r–125r am rechten oberen Blattrand Paginierung in arabischen Ziffern 85 bis 108r, Bl. 124v–128r 42 bis 49 von anderer Hand, Bl. 129r 112 von einer weiteren Hand, jeweils Bleistift, 20. Jh.
Schrift:
Schriftart: Gotische Kursive
Überschriften und Anmerkungen von verschiedenen Händen.
Ausstattung: Miniatur(en)   Federzeichnung(en)   
49 kolorierte Federzeichnungen diverser Heiliger und Ordensangehöriger. Rahmung 135 × 95.

Einband: Süddeutscher Raum (Augsburg oder St. Georgenberg?)     Ende 15. Jh.     Gotisch     Streicheisenlinien   Blindstempel        
Einbandfragment oder Abklatsch vorhanden
Gotischer Einband: braunes Leder über Holz mit Blinddruck.
Zu einer Gruppe von St. Georgenberger Einbänden aus derselben Werkstatt gehörig, siehe St. Georgenberg-Fiecht, Bibl., Hs. 23, Hs. 25, Hs. 34, Hs. 93, Hs. 132, Hs. 153, Hs. 163, Hs. 164, Hs. 168, Hs. 169/1, Hs. 169/2, Hs. 169/3, Hs. 169/4, Stempelmaterial in der EBDB verschiedenen Werkstätten zugeordnet: "Zu Georgenberg" (w004549), "Ave Maria II" (w003016) und, "Achtblättrige Rosette" (w002883), tatsächlich wohl zu einer Werkstatt zusammenzufassen. Genaue Lokalisierung im Süddeutschen Raum unbekannt, möglicherweise Augsburg oder St. Georgenberg (s. Walter Neuhauser, Benediktinerkloster St. Georgenberg bei Schwaz [Zu S-S II, S. 100]. Einband-Forschung 9 [2001] 28–29).
VD: oben Papierschild mit Titelaufschrift Legende aliquorum sanctorum. Ein von bis an den Rand gezogenen dreifachen Streicheisenlinien begrenztes Mittelfeld mit zwei diagonalen dreifachen Streicheisenlinien und einer eingeschriebenen Raute aus dreifachen Streicheisenlinien, im rechten Feld der Raute Rautenmuster eingeritzt. HD: wie VD, jedoch im Mittelfeld oben und unten mit Einzelstempel Gefiedertes Blatt dreiteilig (Nr. 1, s. Anhang Nr. 13), Verschlungener Bogen (Nr. 2 = EBDB s024308/w003016, s. Anhang Nr. 8) und Dreiblatt (Nr. 3, s. Anhang Nr. 1). Jeweils fünf runde Beschläge und eine ziselierte Leder-Metall-Schließe. Kanten gerade. Rücken: restauriert, drei Doppelbünde, jeweils durch einfache Streicheisenlinien hervorgehoben. Schnitt gelb gefärbt. VDS und HDS jeweils bloße Holzfläche, am VDS rechteckiges Papierschildchen mit blauem Rand und Aufschrift Bibl. Fiecht Hs. 133 in blauer Tinte, 20. Jh., und Papierschildchen mit Inhaltsangabe H (?) 27 / Legenda s. Gebhardi episcopi / Legenda u[nde]cim milium virginum / Legen[d]a s. Herculiani / Origines ordinum militantium sub regula s. Benedicti / Item cathologus aliquorum sanctorum canonisatorum ordinis s. Benedicti / Item omnes ordines descripti in suis habitibus et coloribus in Tinte, 15. Jh. Ein Vorsatzblatt, Pergament, 15. Jh., mit Texten aus einem Lektionar (Jer 18,22–23, Mk 14,10–16, Phil 2,5–11, Mt 26,2–7) in Bastarda und mit roten Überschriften, Auszeichnungsstrichen und Lombarden, um erste Lage geschlagen.


Besitzhinweise und Signaturen: Bl. 6r und Bl. 128r jeweils Besitzvermerk 17. Jh. in schwarzer Tinte Montis S. Georgii 1652, Bl. 6r zusätzlich Montis S. Georgii. VDS alte Signatur (?) 15. Jh. H 27. Bl. Ir Signatur 19. Jh. III,133.
Kataloge: Im Katalog Benedikt Herschl (um 1650, St. Georgenberg-Fiecht, Bibl., o. Sign.) eingetragen auf S. 150 als Gebhardi Episcopi vita, Martyrium 11000 Virginum. Origines militantium sub Regula S. Bened. Catalogus quorundam Sanctorum Canonizat. Ord. S. Benedicti omnes Antiqui Ordines in suo habitu depicti MS in 4 simul ligata opuscula. Im Inventar von Bachmann 1939, 97 unter den Dichtungen als Legenden, Signatur MS 133 B IV 4 eingetragen. Im Handschriftenkatalog von Santer/Kramer 1978, 90 verzeichnet. Im Katalog Jeffery/Yates 1985, 209–214, beschrieben unter der HMML-Projektnummer 28,801, Mikroverfilmung 1973.
Bearbeitung und Digitalisierung: Universitäts- und Landesbibliothek Tirol, Projekt Manuscripta monastica 2024–2026 – Kulturerbe digital. Vorläufige Beschreibung: VK; Dateneingabe: VK, 04/2026
"Inventar von Bachmann", "Handschriftenkatalog von Santer/Kramer", "Jeffery/Yates 1985", "Walther, Initia"
alle Initien
Teil 1
(1r-4v) Leer.
(5r-5v) Vita s. Gebhardi.
(5r-5v) Register.
   1
5r Tit.: Secuntur capitula primo
(6r-28r) Kapitel.
   1
6r Tit.: Incipit ortus seu generalia sancti Gebhardi episcopi constatiensis et fundatoris monasterii petri domus
(28v) Leer.
(29r-32r) Drei Texte über das Glücksspiel (deutsch).
   3
29r Tit.: Vom spilen ain Exempl geschechen zue Zuzati in Cölner Bistumb
29r Tit.: Was aus dem Spilenn enspringt ex Cyrillo episcopo
29r Tit.: Ein anders Exempl
(32v-39v) Leer, mit Blindlinien.
Teil 2
(40r-75v) Passio undecum milium virginum.
   1
40r Regnante domino nostro Iesu Christo tam post passionem resurrectionem et ascensionem eius conversis ad deum cunctis finibus ... — ... qui est una cum mane sua virginum [...] perpeti regna benedictus in secula. Explicit passio undecim milium virginum.
Teil 3
(76r-80v) Traktat.
   1
76r Humanam genus securius dormit ... — ... hoc quoque additum est eius piissime sanctitati.
(81r-84v) Wunder des hl. Herculanus, Bischofs von Brescia.
(84v-89v) Leer.
Teil 4
(90r-90v) Auflistung benediktinischer Orden (mit Beschreibung der Ordenstracht).
(90v) Kurze Lebensbeschreibung des hl. Benedikt. Mit Zitat aus Jes 8,18 und Walther, Initia 11128.
(91r-99v) Auflistung von Heiligen benediktinischer Orden, geordnet nach Rang.
(91r–92r) Päpste. (92v) Kardinäle. (93r–93v) Erzbischöfe. (94r–95r) Bischöfe. (95v–97r) Äbte. (97v–98v) Mönche. (99r–v) Äbtissinnen und Nonnen.
(100r-101v) Leer.
Teil 5
(102r-103r) Vier Abbildungen der Mönchsväter Paulus Eremita, Antonius, Pachomius und Basilius.
(104r-128r) 45 Abbildungen diverser Ordensangehöriger.
Bl. 119r–120v nicht ausgeführt, lediglich Rahmungen und Überschriften vorhanden.
(128v-135v) Leer, lediglich Rahmungen.
  I n i t i e n
   20