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Fiecht-St. Georgenberg, Benediktinerstift, Hs. 27 (Ms. 64)
RAIMUNDUS LULLUS
Papier   69, I* Bl.   207 × 147   Italien oder süddeutscher Raum (?), 15. Jh.
Handschrift aus 2 Teilen zusammengesetzt: 1  (1-56); 2  (57-69, I*)
Literatur zur Handschrift (Anzahl: 4)


Teil 11-56   Papier   
Lagen: V10 + (V-4)16 + (V-3)23 + V33 + V43 + V53 + (V-7)56
Gegenblätter fehlen zu Bl. 11-14 (wohl ohne Textverlust), zu Bl. 21-23 (ohne Textverlust), außerdem zu Bl. 54-56 sowie folgende zwei Doppelblätter im Inneren der Lage (ohne Textverlust). Kustoden in der ersten Lagenhälfte am rechten oberen Rand der Recto-Seite (arabische Zahlen, vereinzelt mit Buchstaben vgl. Bl. 11r). Reklamanten, teilweise beschnitten. Spuren von Insektenfraß.
Schrift:
(1r-56v) Schriftraum: 165 × 90/95    Zeilenzahl: 35-36   
Schriftart: Humanistica – Marginalien
Teilweise von seitlichen Blindlinien gerahmt. Humanistische Minuskel von einer Hand, vgl. Schreiber für St. Georgenberg-Fiecht, Hs. 41 (Ms. 77), Teil I. Repräsentanten oft von gleicher Hand in Schwarz am Blattrand. Marginalien von Schreiberhand (Ergänzung ausgelassener Wörter). Vereinzelt Korrekturen von späterer Hand in dunklerer Tinte.
Ausstattung: Illuminiert   Rubriziert   
Teil 257-69, I*   Papier   
Lagen: (V+1+I)69 + 1I*
Spuren von Insektenfraß. Quinio, daran Einzelblatt angefügt (vgl. Reklamant Bl. 67v), darum ein liniertes, ansonsten leeres Doppelblatt geschlagen. Bl. I* = Nachsatzblatt, Pergament.
Schrift:
(58r-68r) Schriftraum: 163 × 90    Zeilenzahl: 36   
Schriftart: Humanistica – Marginalien
Von Tintenlinien gerahmt, auf Tintenlinierung. Humanistische Minuskel von einer Hand, vgl. Schreiber für St. Georgenberg-Fiecht, Hs. 41 (Ms. 77), Teil II. Vereinzelt Marginalien von Schreiberhand (Ergänzung ausgelassener Wörter).
Ausstattung:
Platz für Initialmajuskeln ausgespart, nicht ausgeführt. Repräsentanten.

Einband: Tirol     um 1472     Gotisch     Streicheisenlinien   Blindstempel        
Werkstatt: Eriber
Hellbraunes Kalbsleder über Holz. Vgl. auch Einbände St. Georgenberg–Fiecht, Hs. 41 (Ms. 77) und Hs. 29 (Ms. 58). Datierung auf Basis des Kaufvermerks in Hs. 29, die gleiche Gestaltung aufweist und Neuhauser, Eriber 18–20. VD und HD zwei von dreifachen Streicheisenlinien begrenzte Rahmen, Mittelfeld von dreifachen Streicheisenlinien diagonal unterteilt und mit eingeschriebener Raute. VD: Rahmen 1 sowie obere und untere Streicheisenlinien mit Einzelstempeln Mitra (Nr. 1 = Neuhauser, Eriber 3 = Kyriss 3 = EBDB s011582/w000148), Wappen in Tartsche (Nr. 2 = Neuhauser, Eriber 2 = Kyriss 2 = EBDB s011581/w000148), Rahmen 2 mit Rosette in Kreis (Nr. 3 = EBDB s011736/w000148 = Neuhauser, Eriber 16 = Kyriss 57), Ast (Nr. 4 = Neuhauser, Eriber 13 = Kyriss 18), Mittelfeld mit Namensstempel Eriber (Nr. 5 = Neuhauser, Eriber 1 = Kyriss 1= EBDB s011580/w000148), gefiedertem großem Dreiblatt (Nr. 6 = Neuhauser, Eriber 8a) und Doppeladler in Raute (Nr. 7 = Neuhauser, Eriber 67 = Kyriss 53 = EBDB s011732/w000148). Titelschildchen Papier, beschriftet in Textualis (15. Jh.), nur in Teilen lesbar ]la gener[…]scientias. HD: gleich gestaltet wie VD, Mittelfeld neben Nr. 5 und Nr. 6 zudem mit Kreuz in Karo (Nr. 8 = Neuhauser, Eriber 17 = Kyriss 7 = EBDB s011586/w000148). Signaturschild (siehe bei Geschichte). VD und HD vier kreisrunde Eckbeschläge und ein Mittelbeschlag, Reste von zwei Leder-Metallschließen: am HD Nägel und Abdruckspuren der Gegenbleche, am VD Ziernägel und kleine Lederreste. Rücken drei Doppel- und zwei einfache Bünde, jeweils durch Streicheisenlinien hervorgehoben, am VD und HD spitz zulaufend, an VD und HD abgeschlossen mit kleiner, sechsblättriger Blüte (Nr. 9, derzeit in EBDB nicht nachweisbar, laut Neuhauser, Eriber 19 bisher unbekannter Eriber-Stempel, nicht bei Kyriss und Neuhauser verzeichnet, eventuell im Kloster St. Georgenberg vorhanden). Erstes Feld beschädigt, zweites Feld Einzelstempel Halbbogen (Nr. 10 = Neuhauser, Eriber 12 = Kyriss 20 = EBDB s011599/w000148) und Blüten in Raute (Nr. 11 = Kyriss 14 = EBDB s011593/w000148), drittes Feld Nr. 10 und kleine Lilie (Nr. 12 = Kyriss 15 = EBDB s011594/w000148), viertes Feld Nr. 10 und Signaturschildchen (siehe bei Geschichte), fünftes Feld Nr. 10 und kleiner Adler in Raute (Nr. 12 = Neuhauser, Eriber 5 = Kyriss 13 = EBDB s011592/w000148 ), sechstes Feld Nr. 10, Nr. 9 und Blüte in Quadrat (Nr. 13 = Kyriss 44 = EBDB s011723/w000148). VDS und HDS Papier, VDS mit Inhaltsverzeichnis (15 Jh.) Tabula ad omnes sciencias. Item vita Raymundi, Besitzvermerken und Signatur- und Klassifikationseintragung (siehe bei Geschichte), HDS leer.


Zeitpunkt und Art der Erwerbung durch Fiecht-St. Georgenberg nicht eindeutig geklärt, vermutlich unter Abt Kaspar II. Augsburger (1469–1491). Zu den zahlreichen Erwerbungen unter Abt Kaspar II. Augsburger s. Geschichte bei Hs. 17 (Ms. 132).
Besitzhinweise und Signaturen: VDS Inhaltsverzeichnis für beide Teile 15. Jh. HD Signaturschildchen 17. Jh. in roter Tinte RVIII. Bl. 1r am seitlichen Rand Signaturvermerk 19. Jh. II,64. VDS Besitz- und Signaturvermerk in blauer Tinte 20. Jh. Bibl. Fiecht Hs. 64. Rücken Signaturschildchen Papier 20. Jh. 64. VDS Klassifikationsvermerk in Bleistift 20. Jh. DK 817-3: 091 / HS 27.
Kataloge: Im Katalog Benedikt Herschl (um 1650, St. Georgenberg-Fiecht, Bibl., o. Sign.) eingetragen auf S. 281 als Tabula generalis ad omnes Scientias in 4 m. [Nachtrag: MS] eingetragen. Im Inventar von Bachmann 1939, 93 unter den Schriften theologisch-, philosophisch-, und religiösen Inhalts als Tabula ad omnes scientias, vita Raymundi 1293, Signatur Ms. 64 B IV 3 eingetragen. Im Handschriftenkatalog von Santer/Kramer, 54 verzeichnet. Im Katalog Jeffery/Yates 1985, 146–147, beschrieben unter der HMML-Projektnummer 28,820, Mikroverfilmung 1973.
HS. 03.26
"Neuhauser, Eriber", "Kyriss ", "Neuhauser, Eriber ", "Inventar von Bachmann", "Handschriftenkatalog von Santer/Kramer", "Jeffery/Yates 1985", "Glorieux RT ", "Diaz y Diaz", "BHL "
alle Initien
Teil 1
(1r-56v) Raimundus Lullus Tabula generalis (Ed. V. Tenge-Wolf ROL XXVII / CCCM 181. – Glorieux RT 335bc. Diaz y Diaz 1772).
Teil 2
(57r-v) Leer, bis auf Tintenlinierung.
(58r-68r) Vita coaetana (Ed. H. Harada ROL VIII / CCCM 34. – BHL 7067).
(68v-69v) Leer, bis auf Tintenlinierung.
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