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Fiecht-St. Georgenberg, Benediktinerstift, Hs. 64 (Ms. 101)
PS-AUGUSTINUS. PS-BERNARDUS
Papier   III, 169, III* Bl.   205 × 163   Süddeutscher Raum (St. Georgenberg?), 16. Jh.
Literatur zur Handschrift (Anzahl: 3)

Lagen: (II–1)IIIa + (IV+1)V,4 + III10 + 19.IV160(162) + 2162(164) + (II–1)III*
Spuren von Insektenfraß, besonders am unteren rechten Rand (Falzbereich). Bilder und Nachweise der Wasserzeichen siehe WZMA. Bl. Ia–IIIa Vorsatzblätter 20. Jh., Gegenblatt zu Bl. IIIa als VDS angeklebt. Bl. I eingehängtes Einzelblatt. Bl. I*–III* Nachsatzblätter 20. Jh., Gegenblatt zu Bl. I* als HDS angebracht. Ehemaliger VDS im Zuge der Restaurierung abgelöst, heute lose beigelegt. Textverlust am Ende der Handschrift, vgl. tw. gestrichenes Inhaltsverzeichnis auf Bl. IIr mit Vermerk 17. Jh. desunt (siehe bei G), unvollständige letzte Lage (mit Textabbruch). Reklamanten, teilweise beschnitten. Bleistiftfoliierung 20. Jh. oben rechts. Fehler in der Foliierung: 147 und 148 doppelt vergeben (auf 148 folgt erneut 147).
Schrift:
Schriftraum: 160/170 × 110/120    Zeilenzahl: 23-26   
Schriftart: Gotische Kursive
Knickspuren zur Markierung der Seitenränder des Schriftspiegels. Wohl von einer Hand mit wechselndem Duktus. Bl. IIv–Vr (Tabula) Schriftraum 170 × 125. Zwei Spalten, mittig von zweifachen Tintenlinien begrenzt, zu 25-26 Zeilen. Bl. IIr (Inhaltsverzeichnis) und Bl. IIv–Vr (Tabula) von derselben Hand. Schreiber: Johannes Rumel (?), vgl. Bl. Vv Geschenkvermerk mit Schreibernennung (?, siehe bei Geschichte). Vereinzelt Marginalien (Korrektur ausgelassener Wörter, von Schreiberhand).

Einband: St. Ottilien (?)     20. Jh.     Schmucklos        
Moderner Gebrauchseinband. Weißes Pergamentpapier über Pappe. Kapitale erneuert, zweifarbig hellblau und weiß umstochen. VDS und HDS Papier 20. Jh. leer. Einband wohl 1978-1979 im Zuge der Restaurierung in St. Ottilien erneuert: Ehemaliger Pergamenteinband abgelöst, Vor- und Nachsatzblätter eingefügt und möglicherweise Bindung erneuert, vgl. eingelegter Papierzettel (HS 64) Am 10.IV.78 nach St. Ottilien geschickt, damit Br. Burkhard den Einband (beschriebenes Pergament) ablöst. P.M. Bleistiftnachtrag: Ostern 1979 zurück. Ursprünglicher Einband nicht erhalten, bis auf ehemaligen VDS, heute lose eingelegtes Papierblatt: Recto-Seite Abklatsch (Textura), Verso-Seite Besitz-, Signatur- und Klassifikationsvermerke 20. Jh. (siehe bei Geschichte).


Handschrift laut Schenkungsvermerk auf Bl. Vv für einen pater Martinus, ordinis Cisterciensis (!) aus St. Georgenberg. Verlust von Teilen der Handschrift wohl schon im 17. Jh. Ursprüngliche Zusammenstellung des Werks auf Basis der noch vorhandenen Inhalte sowie der aus dem Inhaltsverzeichnis und der Tabula erschlossenen weist große Ähnlichkeit mit den Drucken GW 2972-2974 auf. Ältester datierter Besitzvermerk Bl. IIr 1652. Handschrift laut Beilage auf blauem Notizzettel 1978 zur Ablösung des ursprünglichen Pergamenteinbands nach St. Ottilien gebracht. Rückkehr nach St. Georgenberg 1979, Dokumentation durch Pater Maurus.
Besitzhinweise und Signaturen: Bl. Vv Schenkungsvermerk 16. Jh.: Hoc opusculum dona Johannes Rumel decretorum licenciatus venerabili ac sincere sibi dilecto patri devoto (?) fratri Martino ordinis cisterciensis monastery s. montis sancti Georgi. Bl. IIr am oberen Rand Besitzvermerk 17. Jh. in schwarzer Tinte Monasterii montis S. Georgii 1652; am unteren Rand Montis S. Georgii Anno 1659. Bl. Ir Signaturvermerk 19. Jh. in schwarzer Tinte II,101. Bl. 1r ovaler Stempel der Stiftsbibliothek Fiecht 20. Jh. Am abgelösten ehemaligen VDS am oberen Rand Besitz- und Signaturvermerk in verblasster Tinte 20. Jh. Bibl. Fiecht Hs. 101 sowie Klassifikationsvermerk in Bleistift 20. Jh. DK 248.3: 091 / HS 64.
Kataloge: Im Katalog Benedikt Herschl (um 1650, St. Georgenberg-Fiecht, Bibl., o. Sign.) eingetragen auf S. 19 als Augustini Meditationes, Soliloquia, Manuale MS in 4.m. Im St. Georgenberg-Fiechter Handschriftenverzeichnis 1809 von P. Jakob Andexer (St. Georgenberg-Fiecht, Bibl., Hs. 127/Ms. 14 bzw. 14a) nicht verzeichnet. Im Inventar von Bachmann 1939 , 93 unter den Schriften theolog.- philosoph.- und religiösen Inhalts als Libellus medidationum 15. Jh., Signatur MS 101 B IV 3 eingetragen. Im Handschriftenkatalog von Santer/Kramer 1978, 74 verzeichnet. Im Katalog Jeffery/Yates 1985, 175-176, beschrieben unter der HMML-Projektnummer 28,789, Mikroverfilmung 1973.
HS 03.26
"GW", "Inventar von Bachmann", "Handschriftenkatalog von Santer/Kramer", "Jeffery/Yates 1985", "PL ", "Bloomfield ", "Weber ", "BS Weber", "RB", "PLS", "BGOC "
alle Initien
(Iar-IIIav) Leer.
(Ir-Iv) Leer, bis auf Signaturvermerk.
(IIr) Inhaltsverzeichnis.
(IIva-Vrb) Tabula.
(Vv-58r) Ps.-AugustinusMeditationes (PL 40, 901–942. – Bloomfield Nr. 1730. Weber I 113).
(58r-58v) Oratio Manasse (BS Weber II 1909. Stegmüller RB, Nr. 93,2).
(58v-111v) Ps.-AugustinusSoliloquia animae ad Deum (PL 40, 863–898. – PLS 2, 1365. Oberleitner, Die handschriftliche Überlieferung I 166 und II 35. Weber I 163).
(112r-137v) Ps.-AugustinusManuale (PL 40, 951–968. – Bloomfield Nr. 4957. Weber I 109).
(138r-162v) Ps.-BernardusMeditationes, unvollständig (PL 184, 485–505. – BGOC 7229. Bloomfield Nr. 3126).
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