Handschrift restauriert. Papier stellenweise fleckig, roter Tintenfleck auf Bl. 11v. Bl. (I) = Vorsatzblatt, 20. Jh., im Zuge der Restaurierung ergänzt, Gegenblatt am VD angebracht. Bl. I und I* Vor- bzw. Nachsatzblatt 20. Jh., im Zuge der Restaurierung ergänzt, Gegenblatt zu Bl. I als VDS angeklebt. Am oberen rechten Rand Bleistiftfoliierung, 20. Jh. Fehler in der Zählung: zwischen Bl. 114 und 115 sowie Bl. 153 und 154 je ein ungezähltes Blatt. Alphanumerische Kustoden in der ersten Lagenhälfte, teilweise beschnitten (a–q). Reklamanten. In den Lagenmitten Pergamentfälze, tw. beschrieben (karolingische Minuskel).
Schrift:
Schriftraum: 140 × 85 Zeilenzahl: 32
Schriftart: Bastarda Seitlich von Tintenlinien begrenzt. Zirkelstiche. Datiert Bl. 230r mit Schreibernennung Jo de H. Sobbe anno 1468 mens Aprilis. Von späterer Hand in Bleistift Numerierung der Psalmen am rechten Rand (beginnend bei Ps. 6, Bl. 7v).
Rotes Leder über Holz mit Blinddruck. VD laut Handschriftenkatalog von Santer/Kramer 1978, 77 ehemals abgerissen, im Zuge der Restaurierung neu fixiert, VD und Rücken im Zuge der Restaurierung mit schmucklosem rotem Leder überzogen. Am HD ursprünglicher roter Ledereinband erhalten: Zwei von dreifachen Streicheisenlinien gebildete Rahmen, äußerer Rahmen gefüllt mit nahtlos aneinandergereihten Einzelstempeln Wellenranke mit Laub und Knospen. Mittelfeld diagonal von mehrfachen Streicheisenlinien unterteilt (zweifach = eingeschriebenes Andreaskreuz), darin aneinandergereihte Einzelstempel wie oben. Mittelfeld oben und unten Einzelstempel mit gleichseitigem, symmetrischem Dreiblatt, ohne Zwischenblätter, Blätter spitz zulaufend. Mittelfeld links und rechts Einzelstempel Raute mit Granatapfel, mit Hüllblättern. Vier Eckbeschläge, viereckig, mit einem größeren sowie 6 kleineren Hohlbuckeln, verziert mit Schriftornament (maria ave / ihesus) und Blüten-/Blatt-Ornamenten. Rautenförmiger Mittelbeschlag mit einem größeren mittleren Hohlbuckel und 12 kleineren Hohlbuckeln entlang der Außenlinien, mit Ornamenten. Zwei Leder-Metall-Schließen, Metallhaken mit Schriftornament bei unterer Schließe noch erhalten. Rücken: Drei Doppelbünde. Schnitt gelb-grünlich gefärbt, Kapitale mit naturfarbenem Zwirn umstochen. VDS und HDS im Zuge der Restaurierung erneuert, Papier, 20. Jh.
Abschrift in zeitlicher Nähe zur Vollendung des Werks, dessen Fertigstellung auf Bl. 230r mit 4. Mai 1463 angegeben wird (Finitum est in urbe die quarta maii 1463 in qua die translatus sum de ecclesia Penestrina ad ecclesia Sabinensem), Datierung der Abschrift ebenfalls Bl. 230r. Bl. 230v Nachtrag mit Terminus post quem betreffend Tod des Werkautors (1468) Exponens exposita vixit annis 90 Sabinensis episcopus vulgariter nuncupatus Sixti cardinalis liberat deus a malis nos omnes in hac valle viventes. Besitzhinweise und Signaturen: Bl. 1r Besitzvermerk 17. Jh. in schwarzer Tinte Monasterii montis s. Georgii 1652, Signaturvermerk 19. Jh. in schwarzer Tinte am oberen Rand III,112; Besitz- und Signaturvermerk 20. Jh. in blauer Tinte Bibl. Fiecht Hs. 112, Klassifikations- und Signaturvermerk 20. Jh. in Bleistift DK 223.2.07: 091/HS 68. Kataloge: Im Katalog Benedikt Herschl (um 1650, St. Georgenberg-Fiecht, Bibl., o. Sign.) eingetragen auf S. 8 als Ioannes Turrecremata in Psal. MS in 4m. Im Inventar von Bachmann 1939, 94 unter den Schriften theolog.- philosoph.- und religiösen Inhalts als Opus expositionis brevis super psaltarium 1463, Signatur MS 112 B IV 4 eingetragen. Im Handschriftenkatalog von Santer/Kramer 1978, 77 verzeichnet. Im Katalog Jeffery/Yates 1985, 179–180, beschrieben unter der HMML-Projektnummer 28,787, Mikroverfilmung 1973.
Bearbeitung und Digitalisierung: Universitäts- und Landesbibliothek Tirol, Projekt Manuscripta monastica 2024–2026 – Kulturerbe digital. Vorläufige Beschreibung: SW (2025); Dateneingabe: FM/HS 02-2026 / AP 08-2026
"Handschriftenkatalog von Santer/Kramer", "Inventar von Bachmann", "Jeffery/Yates 1985", "GW", "RB", "Kaeppeli", "Quétif–Échard I"
alle Initien
(1r-230r)
Iohannes der Turrecremata: Expositio in psalmos (Druck: GW M48188–M48190 u. ö. – Stegmüller RB Nr. 5003. Kaeppeli Nr. 2734. Quétif–Échard I, 839). (1r–2v) Prolog. - (2v–230r) Text. - (230v) Notiz zum Verfasser. Parallelüberlieferung incl. Notiz Stams, Stiftsbibl., Cod. 57.