Beschreibung ausdrucken  Permalink: https://manuscripta.at/?ID=39672 
Fiecht-St. Georgenberg, Benediktinerstift, Hs. 68 (Ms. 112)
IOHANNES DE TURRECREMATA
Papier   I, 232, I*   220 × 150   Süddeutscher Raum (?), 1468
Literatur zur Handschrift (Anzahl: 3)

Lagen: (I-1)VDS,I + 22.V218(220) + VI230(232) + 1I*
Handschrift restauriert. Papier stellenweise fleckig, roter Tintenfleck auf Bl. 11v. Bl. (I) = Vorsatzblatt, 20. Jh., im Zuge der Restaurierung ergänzt, Gegenblatt am VD angebracht. Bl. (I*) = Nachsatzblatt, 20. Jh., im Zuge der Restaurierung ergänzt, Falz ev. unterhalb des HDS angebracht. Am oberen rechten Rand Bleistiftfoliierung, 20. Jh., Fehler in der Zählung: zwischen Bl. 114 und 115, sowie zwischen Bl. 153 und 154 ein Blatt nicht foliiert, in der Zählung übersprungen. Kustoden (Buchstaben-Zahlen-Kombination in der ersten Lagenhälfte, teilweise beschnitten (a–q), Reklamanten. Von späterer Hand in Bleistift Nummerierung der Psalmen am rechten Rand (beginnend bei Ps. 6, Bl. 7v). Pergamentfälze zur Verstärkung der Lagenmitten, teilweise beschrieben.
Schrift:
Schriftraum: 140 × 85    Zeilenzahl: 32   
Schriftart: Bastarda
Seitlich von Tintenlinien begrenzt. Zirkelstiche. Datiert Bl. 230r mit Schreibernennung Jo de H. Sobbe anno 1468 mens Aprilis. Von späterer Hand in Bleistift Numerierung der Psalmen am rechten Rand (beginnend bei Ps. 6, Bl. 7v).
Ausstattung: Rubriziert   Fleuronnéeinitiale(n)   Federzeichnung(en)   

Einband: Entstehungsort unbestimmt     15. Jh.     Gotisch     Streicheisenlinien   Blindstempel        
Einband restauriert
Spätgotischer Einband: rotes Leder über Holz mit Blinddruck. Einband restauriert, VD laut Katalog Kramer/Santer 1978, 77 ehemals abgerissen, im Zuge der Restaurierung neu fixiert, VD und Rücken im Zuge der Restaurierung mit schmucklosem rotem Leder überzogen. Am HD ursprünglicher roter Ledereinband erhalten: Zwei von dreifachen Streicheisenlinien gebildete Rahmen, äußerer Rahmen gefüllt mit nahtlos aneinandergereihten Einzelstempeln Wellenranke mit Laub und Knospen. Mittelfeld diagonal von mehrfachen Streicheisenlinien unterteilt (zweifach = eingeschriebenes Andreaskreuz), darin aneinandergereihte Einzelstempel wie oben. Mittelfeld oben und unten Einzelstempel mit gleichseitigem, symmetrischem Dreiblatt, ohne Zwischenblätter, Blätter spitz zulaufend. Mittelfeld links und rechts Einzelstempel Raute mit Granatapfel, mit Hüllblättern. Vier Eckbeschläge, viereckig, mit einem größeren sowie 6 kleineren Hohlbuckeln, verziert mit Schriftornament (maria ave / ihesus) und Blüten-/Blatt-Ornamenten. Rautenförmiger Mittelbeschlag mit einem größeren mittleren Hohlbuckel und 12 kleineren Hohlbuckeln entlang der Außenlinien, mit Ornamenten. Zwei Leder-Metall-Schließen, Metallhaken mit Schriftornament bei unterer Schließe noch erhalten. Rücken: Drei Doppelbünde. Schnitt gelb-grünlich gefärbt, Kapitale mit naturfarbenem Zwirn umstochen. VDS und HDS im Zuge der Restaurierung erneuert, Papier, 20. Jh.


Abschrift in zeitlicher Nähe zur Vollendung des Werks, dessen Fertigstellung auf Bl. 230r mit 4. Mai 1463 angegeben wird (Finitum est in urbe die quarta maii 1463 in qua die translatus sum de ecclesia Penestrina ad ecclesia Sabinensem), Datierung der Abschrift ebenfalls Bl. 230r (siehe bei Schrift). Bl. 230v Nachtrag mit Terminus post quem betreffend Tod des Werkautors (1468) Exponens exposita vixit annis 90 Sabinensis episcopus vulgariter nuncupatus Sixti cardinalis liberat deus a malis nos omnes in hac valle viventes.
Besitzhinweise und Signaturen: Bl. 1r Besitzvermerk 17. Jh. in schwarzer Tinte Monasterii montis s. Georgii 1652, Signaturvermerk 19. Jh. in schwarzer Tinte am oberen Rand III,112; Besitz- und Signaturvermerk 20. Jh. in blauer Tinte Bibl. Fiecht Hs. 112, Klassifikations- und Signaturvermerk 20. Jh. in Bleistift DK 223.2.07: 091/HS 68.
Kataloge: Im Katalog Benedikt Herschl (um 1650, St. Georgenberg-Fiecht, Bibl., o. Sign.) eingetragen auf S. 8 als Ioannes Turrecremata in Psal. MS in 4m. Im Inventar von Bachmann 1939, 94 unter den Schriften theolog.- philosoph.- und religiösen Inhalts als Opus expositionis brevis super psaltarium 1463, Signatur MS 112 B IV 4 eingetragen. Im Handschriftenkatalog von Santer/Kramer 1978, 77 verzeichnet. Im Katalog Jeffrey/Yates 1985, 179–180, beschrieben unter der HMML-Projektnummer 28,787, Mikroverfilmung 1973.
Bearbeitung und Digitalisierung: Universitäts- und Landesbibliothek Tirol, Projekt Manuscripta monastica 2024–2026 – Kulturerbe digital. Vorläufige Beschreibung: SW/AP; Dateneingabe: FM, 02/2026
alle Initien
  I n i t i e n
   3