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Fiecht-St. Georgenberg, Benediktinerstift, Hs. 80 (Ms. 252)
SAMMELHANDSCHRIFT ZU GRAMMATIK, RHETORIK UND MUSIK (lateinisch/deutsch)
Papier   129 Bl.   150×110   Süddeutscher Raum, 16. Jh.
Handschrift aus 5 Teilen zusammengesetzt: 1  (1-31); 2  (32-39); 3  (40-84[85]); 4  (85[86]-96[97]); 5  (97[98]-128[129])
Literatur zur Handschrift (Anzahl: 6)

(V-1)9 + 2.IV25 + (IV-2)31 + (V-2)39 + 2.IV55 + (IV-3)59‘ + 2.IV75 + (IV-2)81 + (IV-5)84 + II88 + 4.IV120 + (IV-1)127 + (I-1)129

Lagen: (V-1)9 + 2.IV25 + (IV-2)31 + (V-2)39 + 2.IV55 + (IV-3)59‘ + 2.IV75 + (IV-2)81 + (IV-5)84 + II88 + 4.IV120 + (IV-1)127 + (I-1)129
Papier stellenweise eingedunkelt und fleckig, Wasserflecken am unteren Rand. Spuren von Insektenfraß, besonders im Falzbereich. Bleistiftfoliierung, 20. Jh. am oberen rechten Rand. Fehler in der Zählung: Zahl 59 doppelt (auf Bl. 59 folgt 59').
Schrift:
Schriftraum stark schwankend, je nach Inhalt ein- oder mehrspaltig bzw. in Listenform strukturiert (vgl. grammatische Inhalte mit Schemata, Glossar zweispaltig u. a.). Zahlreiche Hände, verschiedene spätgotische/frühneuzeitliche Kursiven, auch innerhalb der fünf Teile teilweise wechselnd.
Teil 11-31   Papier   
Lagen: (V–1)9 + 2.IV25 + (IV–2)31
Bilder und Nachweise der Wasserzeichen siehe WZMA. Gegenblätter fehlen zu Bl. 9, 26 und 27. Um die vierte Lage (Bl. 26–31) beschriebener Pergamentfalz geschlagen. Pergamentsignakel auf Bl. 7, 15, 26.
Schrift:
Zwei Hände 16. Jh.: 1) 1r–8v, 10r–31v. 2) 9r–v.
Ausstattung: Rubriziert   
Teil 232-39   Papier   
Lagen: (V–2)39
Bilder und Nachweise der Wasserzeichen siehe WZMA. Gegenblätter fehlen zu Bl. 33 und 35. Pergamentsignakel auf Bl. 34.
Schrift:
Drei Hände 16. Jh.: 1) Bl. 32v–34r; 2) Bl. 35r–37v; 3) Bl. 38r.
Ausstattung: Rubriziert   
Teil 340-84[85]   Papier   
Lagen: 2.IV55 + (IV–3)59‘(60) + 2.IV75(76) + (IV–2)81(82) + (IV–5)84(85).
Bilder und Nachweise der Wasserzeichen siehe WZMA. Gegenblätter fehlen zu Bl. 57–59, 76, 77 und 82–84. Im Inneren der letzten Lage fehlt ein Doppelblatt (mit Textverlust?). Ledersignakel (rot) auf Bl. 60.
Schrift:
Mehrere Hände 16. Jh.: 1) 41r–55v, 57r–67r, 82–84v; 2) 56r; 3) 56v; 4) 67v–69r; 5) 78r–81v (evt. identisch mit Hand 1)
Ausstattung: Rubriziert   
Teil 485[86]-96[97]   Papier   
Lagen: II88(89) + IV96(97)
Bilder und Nachweise der Wasserzeichen siehe WZMA.
Schrift:
Vier Hände 16. Jh.: 1) 85r–86r (identisch mit Hand 5 aus Teil 3 und damit wohl identisch mit der dortigen Haupthand 1); 2) 86v–89v; 3) 93r–94r; 4) 94v–96v.
Ausstattung: Rubriziert   
Teil 597[98]-128[129]   Papier   
Lagen: 3.IV120(121) + (IV–1)127(128) + (I–1)128(129)
Bilder und Nachweise der Wasserzeichen siehe WZMA. Im Zuge der 2025 erfolgten Restaurierung zuvor loses Bl. 121 und 128 an jeweils vorherige Lage angefügt. Ursprüngliches Gegenblatt zu Bl. 128 wohl Bl. 129, heute als HDS angebracht.
Schrift:
Schriftraum: 95 × 70   
– Notation
Von Tintenlinien gerahmt. Fünfliniensysteme mit Notation.
Ausstattung: Rubriziert   

Einband: Süddeutscher Raum     16. Jh.     Neuzeitlicher Gebrauchseinband     Schmucklos        
Braunes Leder über Holz. Spuren von Insektenfraß. VD und HD mittlerer Teil der Ober- und Unterkanten leicht abgeschrägt. Reste einer Leder-Metall-Kurzriemenschließe, VD Fensterlager erhalten, HD Abrissspuren des Gegenblechs und Riemens. Rücken: drei Doppelbünde, von feinen geprägten Linien hervorgehoben, an VD und HD spitz zulaufend. VDS Papier mit Federproben, Besitzvermerken, Signatur-, Datierungs- und Klassifikationseintragungen von verschiedenen Händen (siehe bei Geschichte). Bleistiftzeichnung. HDS = Bl. 129, Notiz über Weihestufen (hostiarius – subdiaconus – diaconus – presbyter), darunter Datumsvermerk wie Besitzeintrag Bl. 128v (siehe bei Geschichte).


Besitzhinweise und Signaturen: Ältester datierter Besitzvermerk Bl. 128v 1542 Pardlmeus Fax, Wiederholung der Datierung in gleicher Form am HDS/129r. Von gleicher Hand auch Besitzvermerk Bl. 13v in schwarzer Tinte am oberen Rand Anton Pardlmes, nicht eindeutig auch als Schreiber zu identifizieren. Am VDS Besitzvermerk in schwarzer Tinte am oberen Rand, 16. Jh. (teilweise durch Signaturschildchen verdeckt) [Georgi]us Seitz secum attulit istum [librum] in monasterium. Hs. demnach von Georg II Seitz, geb. 1521 Steingarden (Bayern), 1568–1575 Abt von St. Georgenberg mitgebracht. Neben Inhalten und Charakter der Handschrift verweisen auch Besitzvermerke und Gebrauchsspuren auf Verwendung als Unterrichtsbehelf (vgl. Naupp 1987, 139–140). Am VDS Besitzvermerk 20. Jh. in Bleistift Lienhart Lernhueber, darunter durchgestrichene Zahl. Mehrfach Signatur 20. Jh. 252: Bl. 1r in schwarzer Tinte am oberen Rand, am Rücken auf Signaturschildchen, an VDS mit Besitzvermerk in blauer Tinte Bibl. Fiecht Hs. 252. Am VDS Signaturvermerk 20. Jh. (?) in Bleistift IV,6, darunter 12, Klassifikationsvermerk in Bleistift 20. Jh. DK 096: 091/HS 80.
Kataloge: Im Inventar von Bachmann 1939, 97 unter Musik als Musik (unter anderem) fol 128, 16. Jh., Signatur MS 252 B IV 6 eingetragen. Im Handschriftenkatalog von Santer/Kramer 1978, 148 verzeichnet. Im Katalog Jeffery/Yates 1985, 310–313, beschrieben unter der HMML-Projektnummer 28,817, Mikroverfilmung 1973.
HS 04.26
"Inventar von Bachmann", "Handschriftenkatalog von Santer/Kramer", "Jeffery/Yates 1985"
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