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Fiecht-St. Georgenberg, Benediktinerstift, Hs. 23 (Ms. 88)
THEOLOGISCHE SAMMELHANDSCHRIFT (lateinisch/deutsch)
Papier   373 Bl.   200×155   Österreich, 16. Jh.
Handschrift aus 3 Teilen zusammengesetzt: 1  (1-96, Handschrift); 2  (97-123, Handschrift und Inkunabel); 3  (124–379, Handschrift)
Literatur zur Handschrift (Anzahl: 1)

Am rechten oberen Blattrand Foliierung in arabischen Ziffern in Bleistift, 20. Jh., mit Fehlern: 267 doppelt vergeben, 323 in der Zählung übersprungen, auf Bl. 322 folgt 324, 361 bis 366 in der Zählung übersprungen, auf Bl. 360 folgt 367. Insektenfraß, v.a. am Ende der Handschrift.

Teil 11-96, Handschrift   Papier   
Lagen: 8.VI96
Nach erster Lage beschriftete Pergamentstreifen eingebunden. Bl. 24v Reklamant.
Schrift:
Schriftraum: 135–155 × 95–105    Zeilenzahl: 14–18   
Schriftart: Bastarda – Marginalien
Schriftraum von bis an den Rand gezogenen Bleistiftlinien gerahmt, mit Bleistiftlinierung. Von verschiedenen Händen. Text bisweilen beschnitten. Handzeichen, stellenweise in Fabelgestalt, zumeist in roter, blauer und grüner Tinte Korrekturen und Marginalien in roter, blauer und lila Tinte.
Ausstattung: Rubriziert   
Ausstattung in roter, blauer, grüner und lila Tinte: Überschriften, Unterstreichungen und Auszeichnungsstriche. Satzmajuskeln und Lombarden mit Schaftaussparungen, Punktverdickungen und/oder Ausläufern. Zeilenfüllsel. Vereinzelt Randverzierungen. Vereinzelt Repräsentanten.
Teil 297-123, Handschrift und Inkunabel   Papier   
Lagen: (IV–1+II)103 + I105 + 3.III123
Gegenblatt zu Bl. 98 fehlt, ohne Textverlust. In Lagenmitte der ersten Lage zwei Doppelblätter einer Inkunabel eingebunden (= Bl. 99 bis 102), ab Bl. 106 bis 123 Inkunabel, in Foliierung berücksichtigt.
Schrift:
Schriftraum: 160/185 × 105–135    Zeilenzahl: wechselnd   
Schriftart: Bastarda
Schriftraum von roten bis an den Rand gezogenen Tintenlinien begrenzt. Vereinzelt Korrekturen.
Ausstattung: Rubriziert   
In Handschrift rote Überschriften und Auszeichnungsstriche sowie zwei rote Lombarden mit Schaftaussparungen, Punkverdickungen und Ausläufern. Inkunabel ohne Ausstattung.
Teil 3124–379, Handschrift   Papier   
Lagen: 3.V153 + VI165 + 20.V371(365) + IV379(373)
Vor letzter Lage beschriftete Pergamentstreifen eingebunden. Reklamanten. Papier stellenweise eingerissen.
Schrift:
Schriftraum: 155/160 × 100/110    Zeilenzahl: 21–26   
Schriftart: Bastarda
Schriftraum von Blindlinien begrenzt. Vereinzelt Korrekturen.

Einband: Süddeutscher Raum (Augsburg oder St. Georgenberg?)     nach 1504     Gotisch     Streicheisenlinien        
Einbandfragment oder Abklatsch vorhanden
Gotischer Einband: braunes Leder über Holz mit Blinddruck.
Zu einer Gruppe von St. Georgenberger Einbänden aus derselben Werkstatt gehörig, ausführliche Beschreibung s. St. Georgenberg-Fiecht, Bibl., Hs. 18 (Ms. 133).
VD und HD gleich: ein von zweifachen Streicheisenlinien begrenzter Rahmen, von zweifachen Blindlinien diagonal unterteilt. Am VD Rahmen gefüllt mit Einzelstempel Bogen (Nr. 1 = EBDB s024308/w003016, s. Anhang Nr. 8), in den Ecken Einzelstempel sechsblättrige Rosette frei (Nr. 2, vgl. s021064/w002782, s. Anhang Nr. 20). Mittelfeld durch zwei diagonale zweifache Streicheisenlinien geteilt, gefüllt jeweils mit zwei Einzelstempeln Vierblatt mit Zwischenblättern (Nr. 3 = EBDB s024305/w003016, s. Anhang Nr. 2) und einem Einzelstempel Rosette in Raute (Nr. 4, vgl. EBDB s023561/w002928, s. Anhang Nr. 25). Am HD Rahmen gefüllt mit Stempel Nr. 3, in den Ecken Nr. 2, im Mittelfeld oben zwei übereinanderliegende Stempel Nr. 4, restliche Felder jeweils mit zwei Stempeln Nr. 3 und einem Stempel Nr. 4. Kanten gerade. Reste zweier Leder-Metall-Schließen, Metallteile ziseliert. Rücken: drei Doppelbünde, jeweils durch Streicheisenlinien hervorgehoben, Felder jeweils mit Stempeln Nr. 1, zweites und drittes Feld durch mehrfache horizontale Streicheisenlinien geteilt, drittes Feld Papierschildchen mit Signatur (siehe bei Geschichte). Schnitt gelb gefärbt. VDS und HDS je ein Papierblatt, darunterliegend Pergamentfragment, am VDS Besitzvermerk, Signatur und Klassifikationsvermerk (siehe bei Geschichte).


Besitzhinweise und Signaturen: Am Rücken Signatur 18. Jh. (?) 88. Bl. 1r Signatur 19. Jh. II,89, korrigiert zu II,88. Am VDS Besitzvermerk in blauer Tinte Bibl. Fiecht Hs. 88 und Dewey-Dezimalklassifikationen in Bleistift 20. Jh. DK 248.1:091/HS 23, DK 248.24:091, DK 834-6:091 und DK 252.3:091.
Kataloge: Im Inventar von Bachmann 1939, 94 unter den Schriften theologisch-, philosophisch-, und religiösen Inhalts als Auszug aus dem Schatzbehalter (relig.Inhalt), Signatur MS 88 B IV 4 eingetragen. Im Handschriftenkatalog von Santer/Kramer 1978, 64–65 verzeichnet. Im Katalog Jeffery/Yates 1985, 348 mit Signatur 88 fälschlicherweise unter den verschollenen Hss. geführt.
Bearbeitung und Digitalisierung: Universitäts- und Landesbibliothek Tirol, Projekt Manuscripta monastica 2024–2026 – Kulturerbe digital. Vorläufige Beschreibung: VK; Dateneingabe: VK, 04/2026
"Inventar von Bachmann", "Handschriftenkatalog von Santer/Kramer", "Jeffery/Yates 1985", "GW", "ISTC"
alle Initien
Teil 1
(1r-84r) Stephan Fridolin Der Schatzbehalter oder Schrein der wahren Reichtümer des Heils und ewiger Seligkeit. Auszüge. Druck: Nürnberg: Anton Koberger, 1491.
(84v) Leer, lediglich Bleistiftlinierung.
(85r-90r) Birgitta Suedensis Buch der himmlischen Offenbarung. Auszüge. Druck: Nürnberg: Anton Koberger, 1502.
(90v-96v) Leer, lediglich Bleistiftlinierung.
Teil 2
(97r-98r) Alfonsus Bonihominis Ein epistel Rabbi Samuelis deß Juden. Vorrede.
(98v) Leer.
(99r-102v) Alfonsus Bonihominis Ein epistel Rabbi Samuelis deß Juden. Nürnberg: Kaspar Hochfeder, 1498 (GW M39848, ISTC is00116000). Bl. a2a bis a5b.
(103r-105r) Alfonsus Bonihominis Ein epistel Rabbi Samuelis deß Juden. Fortsetzung (Abschrift von Bl. a6 der Inkunabel).
(106r-123v) Alfonsus Bonihominis Ein epistel Rabbi Samuelis deß Juden. Nürnberg: Kaspar Hochfeder, 1498 (GW M39848, ISTC is00116000). Bl. b1a bis d6b.
(123r-123v) Leer.
Teil 3
(124r-124v) Leer.
(125r-374r) Predigtsammlung des Bruder Jacob. Datiert 1504 (Bl. 125r). Mit Nennung von Jenbach, St. Margarethen, Innsbruck und Schwaz.
   1
125r Tit.: Am 21. febrär am Aschermytichen hat Der erwirdig und geistlich brueder Jacob sein bredig angefangen.
Ansencklich hat er unss fürgehalt[e]n wo er Sein bredig des 1503 iar geendet hab da wol er das iar anno 1504 widerumb anfahen das sey von brueder pilgram. Da von hab er das vergange[n] iar In yenpach und sant margarethen ... — ... das welle die selb dryhait bar[m]herczikliche[n] verleychn und als pald nach dieser zergancklichen zeyt das ewig leb[e]n das hilf unss got der vatter und der sun und der heylig geyst. Amen. Deo gracias. S. G.
(374v-379b) Leer.