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Innsbruck, Universitäts- und Landesbibliothek Tirol (ULBT), Cod. 1087
SUKZESSIONSSTREIT UM JÜLICH, KLEVE UND BERG (KOPIALBUCH) (lateinisch/deutsch/italienisch/französisch)
Papier   III, 246 Bl.   210 × 155   Norddeutschland, 1609-1610
Provenienz/Letztbesitzer: Ficker, Julius von
Die folgenden Daten sind Auszüge aus dem gedruckten Katalog der Handschriften der Universitäts- und Landesbibliothek Tirol in Innsbruck. Diese Daten, insbesondere die Bibliographie, werden in manuscripta.at laufend korrigiert und ergänzt. Addenda und Corrigenda zum gedruckten Register finden Sie hier.

Abbildungen von VorderdeckelHinterdeckelRückenSchnitt
Wissenschaftliche Beschreibung: Kat. Innsbruck 10, 294-300 (online).
Papier vergilbt. Erstes Blatt fast gänzlich herausgerissen. Bl. 120 und 121 irrtümlich zwischen Bl. 125 und 126 eingebunden.

Hs. enthält 1 Fragment
VD, HDVD, Rücken, HD   Pergament   13. Jh.
Urspr. Doppelblatt, um 180° gedreht. Erhaltener Schriftraum rechts (= heute Rücken) 210 × 45 und HD 210/215 × 160, zwei Spalten, von Blindlinien gerahmt, zu 33 Zeilen auf Blindlinierung. Erhaltener Schriftraum links (= heute VD) 210/215 × 160, zwei Spalten, von Blindlinien gerahmt, zu 33 Zeilen auf Blindlinierung; linke Spalte eingeschlagen, am VDS von Papierblatt überklebt. Textualis 13. Jh.
Schrift: 4 verschiedene Schriften/Schreiber
Schrift 1Schriftraum: 160 × 105    Zeilenzahl: 17-19   
Schriftart: Kurrentschrift
Bl. III, 1–75. Lat., frz. und ital. Texte (Bl. 18v–25r, Bl. 26r–31r, 41v–46r, 52r–53r, 54v–62r) in Antiquakursive, Überschriften tw. in Fraktur.
Schrift 2Schriftraum: 165 × 125    Zeilenzahl: 19-20   
Schriftart: Kurrentschrift
Bl. 76–87
Schrift 3Schriftraum: 180 × 120    Zeilenzahl: 20-22   
Schriftart: Kurrentschrift
Bl. 88–117
Schrift 4Schriftraum: 175/180 × 125/135    Zeilenzahl: 18-24   
Schriftart: Kurrentschrift
Bl. 118–246
Ausstattung: Rubriziert   
Vereinzelt rote Anmerkungen am Rand.

Einband: Entst     17. Jh.     unbestimmt     
Einbandfragment oder Abklatsch vorhanden
Pergament. Fragment aus dem Alten Testament. Am VD Signaturenschild 1087. Rücken: drei einfache Bünde aus Leder, oben altes Signaturenschild 133. VDS und HDS Papier, leer außer am VDS postumes Exlibris Julius von Ficker mit Schenkungsvermerk Letztwillige Widmung Julius v. Ficker 10/VII † 1902. Ex libris.


Am VDS Widmungs-Exlibris Ficker. Bl. IIIv Einlaufvermerke der ULBT 1905. Bibl. Ficker! (gb.) und 18./I.05.
Vorbesitzer: Ficker, Julius von
Helmut Gritsch

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"Kat. Innsbruck 10"
alle Initien
(1r-243r) Dokumente betreffend den Sukzessionsstreit um die vereinigten Herzogtümer Jülich, Kleve und Berg (Kopialbuch). Einschließlich der Herrschaft Ravenstein und der westfälischen Grafschaften Mark und Ravensberg.
(1r-75v) Abschrift von zehn Dokumenten betreffend den Streit um die Nachfolge in Jülich, Kleve und Berg.
(1r-11v) Plädoyer für einen rechtmäßigen, christlichen und löblichen, von Jülich-Klevischem Blut abstammenden Erbherren aus dem Hause Pfalz-Neuburg als neuen Landesfürsten.
(12r-18r) Darlegung des brandenburgischen Nachfolgerechtes, abgeleitet von der Heirat des Markgrafen Albrecht Friedrich, Herzogs in Preußen, mit Eleonora, geborene Herzogin von Jülich, Kleve und Berg im Jahre 1572.
(18v-25v) Genealogische Übersicht zur Erbfolge in den Herzogtümern Jülich, Kleve und Berg aus brandenburgischer Sicht.
(26r-41r) Stellungnahme zum brandenburgischen Nachfolgerecht in französischer Sprache.
(41v-52r) Stellungnahme zur Nachfolgefrage in Jülich, Kleve und Berg in italienischer Sprache.
(52r-54v) Brief in italienischer Sprache mit Nachrichten über den Entwicklungsstand.
(52r-54v) Paul V.Schreiben vom 2.8.1609 an die drei geistlichen Kurfürsten (Erzbischöfe von Köln, Mainz, Trier).
(57r-59v) Anspruch des Herzogs von Nevers auf das Herzogtum Kleve und die Graf-schaft Mark.
(59v-62r) Widerlegung des vorhergehenden Berichts, 3.5.1609.
(62v-75v) Dringliche Warnung an die Fürsten von Brandenburg sowie Pfalz-Neuburg und die Landstände zu Düsseldorf von katholischen und evangelischen Christen zu Köln.
(76r-86v) Gegendiskurs. Gerichtet gegen "Plädoyer für einen rechtmäßigen, christlichen und löblichen, von Jülich-Klevischem Blut abstammenden Erbherren aus dem Hause Pfalz-Neuburg als neuen Landesfürsten" (S. 1r).
(88r-114v) Lehensbriefe und Urkunden betreffend Lehen in den Herzogtümern Jülich, Kleve und Berg.
(88r-92v) Abschriften und Verweise auf Lehenbriefe vom 17.9.1423, 12.6.1438, 5.7.1451, 9.2.1478, 26.4.1512.
(95r-97r) Abschrift der Urkunde des Herzogs Gerhard zu Jülich und Berg und Grafen zu Ravensberg vom 5.7.1451.
(99r-101v) Abschrift der Urkunde Herzog Wilhelms von Jülich vom 16.12.1584 mit Aufzählung der Lehen des jungen Pfalzgrafen Friedrich, für den Herzog Johann Kasimir als Vormund eingesetzt ist.
(109r-114v) Abschrift der Urkunde vom 12.4.1542: Bestätigung der Privilegien Herzog Johanns durch Herzog Wilhelm von Jülich, Kleve und Berg etc. .
(118r-122r) Vertrag Herzog Adolphs von Kleve vom 1.1.1418 mit Städten seines Herzogtums betreffend Regelung der Erbfolge.
(122v-123r) Auszug aus dem Privileg Kaiser Maximilians I. vom Jahre 1518.
(126r-138v) Vertrag von Plauen vom 20.2.1596 zwischen dem postulierten Administrator des Erzstiftes Magdeburg, Joachim Friedrich, Markgraf von Brandenburg und Herzog in Preußen, und Philipp Ludwig, Pfalzgraf bei Rhein und Herzog in Bayern.
(140r-149r) Zusammenfassung der Vereinbarung von Plauen vom 17.2.1596 .
(150r-154v) Hamburgischer Abschied vom 22.5.1609.
(157r-162r) Dortmunder Vertrag vom 31.5.1609.
(163r-165v) Zusammenfassung des Vertrages vom 31.5.1609.
(166r-168r) Kompromiss vom 31.5.1609.
(168v-169r) Düsseldorfer Erklärung des Markgrafen Ernst von Brandenburg und Wolfgang Wilhelms von Pfalz-Neuburg vom Juni 1609.
(169v-171r) Düsseldorfer Erklärung des Markgrafen Ernst von Brandenburg und Wolfgang Wilhelms von Pfalz-Neuburg vom Juli 1609.
(172r-180v) Rezess von Hall in Schwaben vom 27.1.1610 zwischen Kurfürst Markgraf Johann Sigismund von Brandenburg und Pfalzgraf Philipp Ludwig .
(182r-186v) Hallischer Nebenabschied vom 24.1.1610. Vergleich zwischen Kurfürst Friedrich, Pfalzgraf bei Rhein, Kurfürst Johann Sigismund, Markgraf von Brandenburg, Pfalzgraf Philipp Ludwig samt seinem ältesten Sohn Wolfgang Wilhelm, Pfalzgraf Johannes, den Brüdern Christian und Joachim Ernst von Brandenburg, Markgraf Friedrich zu Batzen (Baden-Württemberg) und Fürst Christian zu Anhalt.
(187r-188v) Düsseldorfer Übereinkommen vom 31. März 1611 zwischen dem Statthalter Markgraf Ernst von Brandenburg und Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm .
(189r-191r) Duisburger Revers vom Juli 1609.
(192r-196v) Revers von Schwäbisch Hall vom 24.1.1610.
(197r-207r) Darlegung der Ansprüche des kurfürstlichen Hauses Sachsen auf die Herzogtümer Jülich, Kleve und Berg mit den dazugehörigen Land-, Graf- und Herrschaften.
(207v-211r) Zwickauer Rezess vom 1.9.1609.
(212r-231v) Vergleich von Jüterbog vom 21.3.1611 zwischen Brandenburg, Sachsen und Pfalz-Neuburg.
(232r-234r) Abschrift des Sächsischen Reverses vom 27.6.1610 an die Kaiserliche Majestät.
(234r-243r) Bericht zur genealogischen Deduktion, mit der Graf Philipp zur Mark und Manderscheid sein Recht auf die Grafschaft Mark zu begründen suchte.