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Vorau, Augustiner-Chorherrenstift, Cod. 259/II (olim LA 2 PV)
ANTIPHONARIUM (SOG. VYŠEHRADER ANTIPHONAR)
Pergament   419 Bl.   580×380   Böhmen (Prag), 7. Jahrzehnt 14. Jh. und Österreich (Vorau), um 1497   
Provenienz/Letztbesitzer: Vyšehrad (Prag), Kollegiatkapitel St. Peter und Paul
 Volldigitalisat
Literatur zur Handschrift: CMD-A VII 146 f. (online).
Schrift:
(Grundstock) Schriftart: Textualis formata (Textura) – Rhombische Notation
Ausstattung: Illuminiert   Rubriziert   Fleuronnéeinitiale(n)   Deckfarbeninitiale(n)   Ranke(n)/Bordüre(n)   Figürlicher Buchschmuck   Goldverwendung   


Das Antiphonar wurde vermutlich für das Kollegiatkapitel St. Peter und Paul auf dem Vyšehrad in Prag hergestellt. In den Hussitenwirren gelangte es nach Wien, wo der Vorauer Propst Andreas Pranbeck (1433-1453) die vier großformatigen Bände um 1435 günstig (vili precio, vgl. 1r) erwerben konnte. Im letzten Jahrzehnt des 15. Jh. adaptierte man in Vorau mit teils erheblichen Eingriffen den Inhalt für die Salzburger Liturgie: Blätter wurden entfernt oder überschrieben, neue hinzugefügt, Initialen ausgeschnitten, an anderen Orten wieder eingefügt, überklebt oder übermalt.
"CMD-A VII"
alle Initien
Antiphonarium (sog. Vyšehrader Antiphonar).